Band 
Siebenter Theil.
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355
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XU. Ordn. l^UI. Gatt. 216. Ufer-Sanderling. 355

lang, und die ruhenden Flügel reichen mit ihren Spitzen auf dasEnde desselben oder auch wol ein paar Linien darüber hinaus.

Von den großen Schwingfedern, die gegen das Ende hin schmä-ler werden und zuletzt spitz zugerundet sind, und ziemlich starkeSchäfte haben, ist die erste die längste; die der zweiten Ordnung,deren Schäfte sich etwas nach hinten biegen, sind am Ende beinahegerade oder am Schafte vielmehr ausgeschnitten, und das Ende derZnnenfahne etwas länger als das der äußern; die der dritten Ord-nung breit, am Ende allmalich spitz zugerundet, und so lang, daßdie dritte von hinten, die längste in der Hintern Flügelspitze, geradeso lang ist, wie die fünfte von den großen Schwingfedern, vonvorn an gezählt; da nun die zwischenliegenden schnell an Lange ab- -nehmen und die der zweiten Ordnung um vieles kürzer sind, so erscheintder Hintere oder untere Flügelrand am ausgestreckten Flügel starksichelförmig ausgeschnitten, eine Form, die sich bei allen nahever-wandten Vögeln findet. Dre 12 Federn des Schwanzes sind vonverschiedener Länge, die mittelsten die längsten, dann folgen sie kür-zer, und die äußersten sind wieder etwas länger als die vorletzten,wodurch das Schwanzende einen doppelten Ausschnitt bekömmt.

Der Schnabel ist schlank, biegsam, mit .einer sehr weichen, sichsanft anfühlenden Haut überzogen, nur an der ohrlöffelartigen Spitzehart, die Haut der Nasenhöhle im frischen Zustande so angespannt,daß von den Furchen, die der getrocknete Schnabel zeigt, wenig be-merklich ist, so wie auch das Nasenloch im Tode mehr zusammen-schrumpft und enger wird. In der Gestalt hat er viele Aehnlichkeitmit der des ^oritis Ii^poleucvs, doch ist er an der Spitze ein wenigbreiter als dieser. Er ist gewöhnlich 1 Zoll lang, zuweilen auchwol 4 oder 1 ganze Linie darüber, an der Stirn 3 volle Linienbreit und eben so hoch, getrocknet gewöhnlich schmäler als hoch, undschwarz von Farbe.

Die Augen sind nicht groß, nicht hochgestellt, sondern wie beiandern Tringen, und haben eine dunkelbraune Iris und weiß be-fiederte Augenlider.

Die schlanken, etwas weichen Füße haben nur drei Zehen, diealle nach vorn gerichtet und weder lang noch stark zu nennen sind,mit etwas breiten Sohlen, ohne Spannhäute. Ihr Uiberzug istsehr fein schuppenartig genarbt und bloß auf dem Spann und denZehenrücken etwas gröber geschildert; die Krallen klein, schmal, we-nig gebogen, unten flach ausgehöhlt. Sie ähneln, bis auf die feh-lende Hinterzeh, den Füßen anderer kleinen Strandläufer vollkom-

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