Band 
Siebenter Theil.
Seite
365
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Xlk. Ordn. L.M. Gatt. 216. Ufer-Sanderling. 365

als aufsuchen sollte, habe ich nicht gefunden, sondern ihn fast im-mer eifrig darnach suchen und sie im Fortschreiten auflesen sehen.In der That beschäftigt ihn dies meistens so ausschließlich, und erist so vertieft darin, daß er den, welcher sich ihm nicht ganz unbe-hutsam nähert, zuweilen bis auf wenige Schritte heranläßt, ehe erzu ihm aufblickt, dann gewöhnlich erst erschrickt, fortrennt, odereine kurze Strecke fortfliegt. Er scheint überhaupt eine wohlbesetzteTafel sehr zu lieben und bei den Freuden derselben und im Genie-ßen selbst seine Sicherheit hintan zu setzen. Fast immer sieht manihn mit Aufsuchen seiner Nahrung beschäftigt, und futterneidischfährt er dabei oft auf die im Auffinden glücklicheren Kameradenlos; er mag daher auch immer guten Appetit haben, was auch seinebeständige Wohlbeleibtyeit bezeugt.

Mit Fliegen und zerstückelten kleinen Regenwürmern, die manihm unter in Milch eingeweichte Semmel mengt, gewöhnt er sichin der Stube bald an die letztere, und befindet sich bei diesem Fut-ter sehr wohl.

Fortpflanzung.

Hoch oben im Norden hat der Usersanderling seine Brüteplätze,die, wenigstens auf Zslanfl, erst mit dem 67° n. Br. anfangen.Faber traf ihn in der Fortpflanzungszeit nicht häufig nur auf demnördlichsten Theil der Insel, auf Grimfoe an, konnte aber seinNest nicht auffinden. Er mag daher wol auf den Küsten vonGrönland und Labrador seine eigentlichen Sommerwohnsitzehaben, da auch Boie ihn nicht im obern Norwegen antraf. Mankennt weder die Eier, noch sonst etwas von seiner Fortpflanzungs-weise.

Feinde.

Die kleinen flüchtigen Edelfalken und Habichte, namentlich derMerlin lMlco Zession) gehören zu seinen Verfolgern. Ob seineVrut viel Feinde hat, ist nicht bekannt.

Jagd.

Es giebt wol wenig Vögel, welche so leicht zu schießen wären,als dieser, da man ohne Umstände frei und so nahe an ihn hinan