XIII. Ordn. I.XXVII. Gatt. 278. Raub - Meerschwalbe. 25
Hälfte der Zügel, die Stirn, den Scheitel, Hinterkopf und das Ge-nick ein, endet spitz oder zugerundet auf dem obern Hinterhalse oderNacken, und schließt auch das Auge noch etwas ein. Ein von demSchwarzen scharf abgeschnittenes zartes Weiß nimmt die untereHälfte der Zügel, Wangen und Kehle ein, und verbreitet sich überden Hals, die Brust, den Bauch, die untern Flügeldecken und überdie ganze untere Seite des Vogels. Bei manchen ist ein ganzschwacher graulicher Anflug auf der Brust, aber kaum, bemerklich;wenn er vorhanden, trübt er nur das Weiße daselbst ein Wenig.Ein sehr sanftes, lichtes, dem Weißen sich näherndes Bläulichgrauverbreitet sich über den Rücken, die Schultern und Flügel, verläuftsanft in den weißen Hinterhals und wird abwärts nach dem wei-ßen Schwänze hin immer lichter, so daß es aus den mittleren Schwanz,f-dern nur noch ein graulicher Anflug bleibt und an den Seltenst-es" nach und nach so verläuft, daß man an den äußersten, ganzweißen Federn der meisten Exemplare nichts mehr davon bemerkt.Die großen Schwingen haben starke weiße Schäfte, sind aschgrau,ziemlich dunkel gegen die Spitze, dazu aber auf den Aufsensahnenbläulichweiß überpudcrt. Auf der untern Seite sind die Schwin-gen weit dunkler als auf der obern und gehen an den Spitzen dervordersten ins Schwärzliche über; hier fehlt ihnen auch jener puder-artige Uiberzug.
Zwischen Männchen und Weibchen habe ich kein standhaftesäußerliches Unterscheidungsmerkmal auffinden können. Daß einigeVogel mehr oder weniger Schwarz am Schnabel hatten, daß dieKopfplatte bei einigen tiefer über das Genick hinabreichte als beiandern, und daß sie in der Größe um einige Zoll verschieden wa-ren, fand ich unter den Männchen wie unter den Weibchenabwechselnd, und ich glaube, daß diese kleinen Abweichungen mehrFolge des verschiedenen Alters sind. An vielen weiblichen Exempla-ren fand ich jedoch die obere Seite des Schwanzes mehr grau an-geflogen, als bei den Männchen, bei einigen war auch noch anderAußenfahne der dritten Schwanzfeder, nahe am Ende, ein dun-kelgrauer Anstrich oder Fleck, welcher bei manchen sich auch auf dienächsten Federn in schwacher Anlage ausdehnte.
In der Mitte des August fängt die Hauptmauser an, die, wäh-rend diese Vogel fortziehen, vor sich geht, wo dann die schwarzeKopfplatte allmählig verschwindet, die Stirn und der Oberkopfweiß gefleckt wird, und außer dem kleinen Gefieder nach und nachdir Schwing- und Schwanzfedern mit neuen vertauscht werden.