Band 
Zehnter Theil.
Seite
47
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XIII. Ordn. I-XXV11. Gatt. 279. La ch:Me erschwalbe. 47

Hm. Dr. Schillings Bericht, im Jal,r 1818 und dem darauf-folgenden von einigen Päärchen zum Brüteplatz ersehen. Sie hat-ten ihre Nester aufRasen und sehr nahe beisammen, so daß daraushervorgeht, daß diese Art, wie die meisten der Gattung, auch gesel-lig und nahe nebeneinander nistet. Daß vor einigen Jahren eineinzelnes Päärchen in der Umgegend von München an der Jsarnistete, ist schon oben erwähnt. Bon denen in den Umgebungendes Plattensees nistenden konnte ich über die Art und Weiseihrer Fortpflanzung nichts weiter erfahren, als daß sie dort zahlreichsind und ebenfalls gesellig und nahe nebeneinander brüten.

Bald nach ihrer Ankunft, Ende des Mai oder Anfangs Junimachen sie Anstalt zum Nisten. Auf einem etwas erhabnem Plätz-chen scharren sie eine kleine Vertiefung in den kurzbcraseten oderauch sandigen Boden, welche sie mit einigen Graswurzeln und Hälm-chen ganz sparsam und unordentlich belegen, was aber gar nichtverdient ein Nestbau zu heißen. Nisten mehrere Päärchen daselbst,so legen sie diese Nester nahe beisammen an, so, daß eins von demandern nur ein paar Fuß entfernt ist.

Die Zahl der Eier für ein Nest ist 2 bis 3. Sie sind emWenig kleiner als die der Brandme erschwalbe, fallen stetsMehr oder weniger ins Grünliche, und sind durch beide Merkmaleleicht von jenen zu unterscheiden. In der Größe wechseln sie zwi-schen einer Lange von 1 Zoll 9 Linien bis zu 2 Zoll und zwischeneiner Breite von 1 Zoll 3 bis 4^ Linien *). Sie haben entwedereine schöne Eigestalt oder diese ist durch stärkeres Abstumpfen deseinen, oder durch schwächeres Zuspitzen des andern Endes etwasverunstaltet; ebenso nähert sich die Bauchwölbung des einen mehrdem stumpfen Ende, bei dem andern mehr der Mitte; es giebt dem-nach auch kurz oder bauchig geformte. Die eben nicht glatte, glanz-lose Schale hat eine ziemlich verschiedene, aber blaffe Färbung,schmutzig und grünlich, bald ins Gelbliche, bald insOlivengrünliche,bald ins Olivenbräunliche übergehend, mit aschgrauen Flecken unterder Oberfläche, von verschiedener Größe und Gestalt, zum Theil nurverwaschen, andere scharf begrenzt, und auf der Oberfläche mit zahl-reichern großem Flecken, Klexen und Punkten von schwarzbrauner,bald ins Olivenbraune, bald ins Röthlichbraune ziehender Farbe.Die Flecke sind nach Größe, Gestalt und Anzahl sehr verschieden

») In Dr«tzm'i Btir. IN. S. 682. scheinen die Maaß« u> groß; vielleicht wur-de» sie über die Wölbung genommen?