156 XIII. Ordn. I.XXXVIH. Gatt. 344. Ruderente.
schwarzbraun bespritzt und unordentlich gewellt, und jene Färbungauf der mehr bräunlichrostgelben, ebenfalls schwarz punktirten undbekritzelten, Tragefederpartie allmählig verlaufend; der Oberrücken unddie lange Schulterfederpartie bräunlich- oder dunkelrostgelb, mitrost-rother und rostbräunlicher Mischung, und braunschwarz in zahllosenfeinen Pünktchen, Zickzacks und abgebrochenen Wellenlinien dicht be-spritzt, der Unterrücken dunkelgraubraun, mit schmutzig gelbweißenPünktchen, hin und wieder auch Wellenlinien bezeichnet, auf demBürzel diese deutlicher und an den Seiten Heller-, die zerschlissenenOberschwanzdeckfedern dunkelkastanienbraun; die ebenfalls sehr kurzeuntere Schwanzdecke schwarzbraun, mit großen gelblichweißen Feder-enden; Bauch und Schenkel dunkelbraungrau, schmutzig gelbweiß ge-walkt; die Brustfedern mit braungraucn Querflecken vor den rost-gelblichweißen Enden, wodurch hier eine ebenfalls, aber sanfter ge-walkte Zeichnung entsteht. Die Deckfedern des Oberflügels nebst derdritten und auch der ganzen zweiten Ordnung der Schwingen sinddunkelgraubraun, mit schmutziggelbweißen Punkten und unterbroche-nen Zickzacks bekritzelt und bespritzt; die Schwingen erster Ordnungmit ihren Deckfedern graubraun, mit lichtem Endkäntchen; ein Spie-gel ist demnach nicht vorhanden. Auf der Unterseite des Flügelssind die Deckfedern grauweiß, am Flügelrande braungrau gefleckt;die Schwingen glänzend grau. Der Schwanz ist bräunlichschwarz,auf seiner untern Seite etwas Heller.
Aufenthalt.
Die Ruderente ist für uns kein nordischer, sondern ein östlicheroder südöstlicher Vogel. Sie gehört dem mittlern Asien an undist gemein aus allen großen und kleinen See'», vom Kaspischenbis zu denen der Mongolei , sehr häufig auf denen der Sarpa,der Barabinskischen, Jschimenskischen und JsetischenFlächen; aber es ist nicht bekannt wie weit sie nordwärts in Si birien vorkömmt. Aus jenen Gegenden streift sie öfter auf dasAsowsche und schwarze Meer, kömmt von da in's südliche Ruß land , in die Moldau und Wallachei, in die europäische Türkei und nach Ungarn , auch nach Italien , obwol hieherviel seltner und eher noch an die Küsten des adriatischen als an diedes mittelländischen Meeres, doch einzeln selbst bis an die des süd-lichen Frankreichs . Auf Sardinien ist sie öfters angetroffen