Band 
Zwölfter Theil.
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XIII. Ordn. X6IV. Gatt. Sund.

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durch kräftige Stöße derselben in die Tiefe und wieder herauf fah-ren, fast so schnell wie Fische. In allen Bewegungen behender,sind sie auch im Fliegen gewandter, als die Genannten, bewegendarinnen die Flügel fast schnurrend, so daß, in einiger Entfernunggesehen, ihr Flug mit dem der Bienen zu vergleichen ist. Sowolvom Wasser, wie von den Felsen, versetzen sie sich leicht in denFlug, ihr Niederlassen auf Ersteres ist jedoch mit einem kurzenTauchen vor dem Schwimmen verbunden. Sie sind sehr gesellig,auch gegen Vogel verwandter Gattungen, halten sich daher, wo sienicht eigene Schaaren bilden, zu ihnen, oder nehmen Einzelne vonjenen in ihre Gesellschaften auf. Mit dem starken, harten, scharf-schneidigen Schnabel können sie tüchtig zwicken, und selbst die Handblutrünstig verwunden, die sie ergreifen oder necken will; sie wehrensich mit dieser nicht unbedeutenden Waffe auch dann gegen ihreFeinde, wenn sie unwillkührlich aufs Land geriethen, und hier, wiedie Summen, zu fliehen vergessen. Ihre Stimmen sind tiefe,rauhe, meist schnarrende Töne.

Ihre Nahrung besteht vorzugsweise in kleinen Krustaceen, nurnebenbei auch in kleinen Fischen; zum Auffüttern der Jungen dienenihnen indessen bloß Letztere. Wahrscheinlich fressen sie noch mancher-lei Meergewürm aus andern Klassen, vielleicht auch Sepien, selbstQuallen, oder ähnliche Weichthiere, da man im Magen Getödteter(wie bei Schnepfen) sehr gewöhnlich nichts, als eine graue, breiartigeMasse in sehr unbedeutender Quantität, ohne Uiberbleibsel härtererSubstanzen, anzutreffen pflegt. Wenn von Kittlitz (s. Erläu-terungen zu dessen Kupfertafeln z. Naturgesch. d. V., Heft l. S. 3.)bei brütenden Weibchen der I^uuäa cornioalata, wie der Q. cir-rats, grünes Gras im Magen fand, so leugnet dagegen Faber,(s. Isis 1827. Hft. VIII. u. IX. S. 666.) im Magen unserer Q.srcticL jemals Grünes gefunden zu haben, obgleich Andere es beidieser in der Brütezeit bemerkt haben wollen. Die animalischeNahrung erhalten sie durch stetes Untertauchen, wobei sie, ohneathmen zu dürfen, gegen 2 Minuten unter Wasser aushalten, esaber oft auf so großen Tiefen üben, wo sie in so kurzer Zeit schwer-lich auf den Boden des Meeres gelangen können, was dagegen anweniger tiefen Orten wol immer der Fall sein mag.

Die Betrachtung der wunderbaren Gestalt des großen undstarken Schnabels dieser Gattung, muß hinsichtlich ihres Zweckes zumancherlei Vermuthungen führen, wenn man sieht, wie bei andernVogelgattungen, zum Fangen der Krebse und Fische, eine lange