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Fluß-Rohrsänger.
Gesang der Männchen im kleinen Kreise jedwedes Standortes,meistens im gemächlichen Durchschlüpfen des Gestrüppes, oft aberauch von der obersten Spitze eines niedern Gesträuchs, sich freizeigend, am öftersten Morgens und Abends, ja in mondhellenNächten fast zu jeder Stunde, aber viel seltner in den mittlernStunden des Tages. Nur in den nächsten Umgebungen, aus wel-chen man das schwirrende Liebchen wiederholt vernahm, besonderswo der Sänger sich zur Nachtzeit anhaltend hören ließ, ist nachdem ungemein versteckt stehenden Neste mit günstigem Erfolg zusuchen, daS Auffinden desselben jedoch eins der schwierigsten, diees geben kann. — ES steht dort immer ganz oder größtentheils indem dichtesten, mit hohen Gräsern, Seggenschilf, der ksriotariuEoinslis u. a. durchwachsenen und verworrenem Gesträuch niedrigerHolzarten, und in diesem Gewirr tief unten auf geknickten oderabgebrochnen dürren Resten vorjähriger Halme und Stengel, ober"uch auf einer hohen Unterlage von dürrem Laube (meist vonWeiden) worauf sich der Boden des Nestes einigermaßen stützt,während es ringsum von grünem Gezweige und den jungen Grä-sern umgeben ist, deren Spitzen es von oben gleichsam lose über-wölben und es den Augen des Suchenden gewöhnlich oder dochsehr oft noch verbergen, wenn er schon dicht daneben steht. Es"h"elt zwar dem Neste der 6. xalu8tri8, steht aber fast immer^aher dem Erdboden, ist weniger leicht, künstlicher und mehr napf-wrmig gebauet, zierlicher ünd fester geflochten und inwendig gleich-u'm wie ausgebrechselt; nach Wiener Maaß 3^4 Zoll hoch, sein^uerdurchmesser oben 6'/t Zoll, der Napf 17 Linien tief und am^berrande 2'/r Zoll breit. Etwas stärkere trockne Grashalme undlspen, mit einzeln darin verwebten trocknen Weidenblättern undzarten Zweigen umhüllen es locker von außen, doch in Verbindung^ dem eigentlichen Nest, und dieses ist aus bald breitem, baldWmälem trocknen Blättern verschiedener Grasarten, manchmal selbst^euweis von Rohr, ausgeführt, jedoch das Innere deS Napfes' ganz feinen, zarten Grashälmchen, ohne alle Beimischung an-"r Stoffe, vollendet.
Art ststßer den richtigen Nestern auch die zuverlässig dieserangehörigen Eier aufgefunden worden, ist durch die Zeitschriftumsnnia bereits bekannt. Ein zum Legen völlig reifes Ei wurde
om ganz nahe beim Neste erlegten Weibchen aus dem Leibe° Theil. Z0