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Weiden-Rohrsänger.
Italien soll er besonders gern in solchem Pflanzengestrüpp amWasser sich aufhalten, das aus Tamariskengesträuch, mit Busch-weiden vermischt, besteht. Die eigentlichen Rohrwälder, rein aushohem Rohr (Aruncko plirgAmitis) bestehend, scheint er nicht zulieben; immer müssen auch Schilf, Binsen- und Seggenarten, mitWeidengesträuch und anderm Gehölz damit vermischt sein und daSseichte Wasser darunter verdeckt werden.
Er ist allerdings auch Zugvogel und würde bei uns vor Endedes Mai nicht erwartet werden können, und im September unswieder verlassen; während er in Toskana viel früher oder schonin der Mitte des April erscheint, dort brütet und seine Abreise biszum Anfang des dortigen Winters verschiebt. So nach Savi,welcher unsern 8. lluvieckilis dort nicht angetroffen zu haben ver-sichert, und um diese kennen zu lernen und mit andern dieser Gat-tung zu vergleichen, sich damals dieselbe aus Wien kommen las-sen mußte.
Betragen.
Er ist ein ebenso bewegliches Geschöpf wie seine beiden oft-genannten ihm so nahe stehenden Gattungsverwandten, hat auch inseinen Bewegungen, im und unter dichtem Pflanzengestrüpp, diegrößte Aehnlichkeit mit ihnen, ist deshalb ebenso schwer zu beob-achten als diese. Besondere Eigenthümlichkeiten sind ihm leidernoch nicht abgelauscht worden. Savi schildert ihn als einen sowenig scheuen Vogel, daß man, um ihn zum Wegfliegen zu bewe-gen, bei seinem unermüdlichen Durchschlüpfen des Gestrüpps oderseinem unter Pflanzenwuste versteckten, behenden (schrittweisen) Hin-laufen über den schlammigen Boden, oder dem Hinrennen auf wage-rechten Zweigen der Länge nach, ihm sehr nahe kommen und plötz-lich erschrecken müsse, um jenes zu erzwingen; weil er.sein Versteckstets so fest hält, daß er selbst freiwillig höchst ungern oder selten,wenn auch nur auf kurze Strecken und nahe über den Boden hin,es wagt über daS Freie zu fliegen. Da er sich weniger aus Furchtals aus angebornem Triebe vor dem Menschen zu verbergen be-strebt, so wird es selbst dem mit solchen Dingen vertrauten Beob-achter nicht leicht, ihn aufzuspüren und durch das Dickicht mit denAugen zu folgen; weshalb er denn auch mit Schießgewehr nichteben leicht zu erlegen sein mag. — Welche Locktöne, Gesang u. dergl-