484
Weiden- Rohrsänger.
gefleckte Eier legen. Der Gesang der Männchen charakterisirt inseinen Grundzügen diese Gattung sehr entschieden. — Die derzweiten Gattung, deren vieles Schwarz der starken Kopf-zeichnungen und zum Theil auch ein mehr oder weniger ge-fleckter Oberrumpf sie vor allen auszeichnet, leben an noch un-wirthbarern Orten, und werden, außer den singenden Männchen,noch weniger auf dem Freien gesehen; ihre weniger hohen undweniger künstlich befestigten Nester stellen tiefer unten und näherdem Boden im niedern verworrenen Pflanzengestrüpp, nicht überWasser, haben einen meist freien Boden, sind nicht viel hoher alsbreit und enthalten im Innern oft auch einige Federn und Thier-haare. Sie legen verhältnißmäßig viel kleinere, auf weißlichemGrunde blaß braungrau und rostbräunlich wie verschwimmen!) undsehr fein getüpfelte, am Stumpfende meist mit einigen kurzen feinenschwärzlichen Haarzügen bezeichnete Eier. Außer den allgemeinenGrundzügen der vorigen Gattung hat der Gesang ves Männchenviel zwitschernde und sein pfeifende Töne. — Bei der drittenGattung hat der gerundete Schwanz sehr breite Federn und einesehr große obere und untere Decke; die Farben des Gefieders sindpiep er artig. Sie lassen sich nur selten in ihren dichten Ver-stecken mit den Augen auffinden, geschweige denn folgen; bauenihre sehr versteckten Nester tief unten im wildesten Pflanzengestrüpp,oft auch auf den Boden selbst; legen verhältnißmäßig nicht sehrkleine, rvthlichweiße, rostfarbig oder rostbräunlich mehr oder wenigerpunktirte Eier. Der Gesang der Männchen ist ein langgezogenesSchwirren, dem der großen grünen Heuschrecke zum Verwechselnähnlich. Sie gehen schrittweise und so behende wie die Pieper