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sebuiig haben, als im Holze. In der That istkeine andere Derbindling zwischen den Rinden -und Holzlagen als die durch die horizontalenGange, wodurch allerdings vom Umfange desStammes zur Mitte desselben und umgekehrtdie Safte geführt werden.
Beym Aufkeimen der Pflanzen und Bäumewerden freylich die Rindenzellcn mit empor ge-zogen, und sie wachsen daher im Anfange vonunten nach oben ; aber wenn sich schon die Blät-ter ausgebildet haben, so bewegen sich die Säf-te in den Rindcnlagen zugleich von oben nachunten.
Dies letztere können Sie aus folgenden Wahr-nehmungen schließen:
i. Ziehn Sie mit einem scharfen Messereinen Theil der grünen Rinde von einem Obst-baum ab ; so werden Sie nach einiger Zeit fin-den, daß die Wunde sich nicht von unten nachoben, sondern von oben nach unten vernarbt.Die ersten Anlagen der neuen Rindenzellen findensich an dem obern, nicht an dem untern Theileder Wunde.
2. Legen Sie um eine Weymouths-Kieferoder um einen andern Baum mit weicher Rin-de im Julius oder August ein Band so stark an,daß die Rinde davon eingeschnürt wird ; so wer-de» Sie nach einem Monate eine Geschwulstüber, nicht unter dem Bande finden.
3. Schneiden Sie in einen Mohnstengel oderin den Stengel der Laktuke flach ein, so quilltder weiße Saft vielmehr aus dem obern als aus
dem