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Erste Sammlung. Von dem Bau der Gewächse und der Bestimmung ihrer Theile.
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zeugt. Ganz weiß sind die Körper, wenn siegar keine Anziehung gegen das Licht haben, son-dern alles Licht wieder zurück werfen: dunkeloder schwarz sind sie, wenn sie die stärkste An,ziehung gegen das Licht beweisen und ketns wie-der zurück werfen.

Die Farben todter Körper, Gemählde u.s. f., bleichen aus, wenn sie zu lange dem Son-nenlicht ausgesetzt sind. Auch werden Blätter,die man vom Stamm gerissen hat und an derSonne trocknet, gelb, statt daß sie, im Schat-ten getrocknet, grün bleiben. Sie sind, vomStamm gerissen, als todte Theile zu betrach-ten. Die Farben lebender Körper hingegen wer-den desto dunkler, je mehr das Licht auf siewirkt. Alle Nationen, die in heißen Ländernwohnen , haben eine dunkle Hautfarbe t dieSonne verdirbt den feinen weißen Teint, undes schützen oft die Florkappen gar nicht davor.Viele Thiere bekommen im Winter weiße Haa,re, wenn sie im Sommer dunkel oder schwarzwaren, In den Polar - Gegenden giebt es wei-ße Füchse und Bären. Eben so bemerken wir eindunkleres Grün bey Gewächsen aus heißen Kli-mate» : unsere Pflanzen werden bleicher, wennwir sie dem Sonnenlicht entziehn. In Lappland fand Linné viele Alpen -Pflanzen, die ei-gentlich blau oder purpurroth sind, von weißerFarbe, Wir bleichen die Endivicn, durch Zu-sammenbinden und durch Bretter, womit wirsie beschweren, damit ihre Blätter desto weißerund zarter werden. Wie kräftig wird das Grün