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Haare, welche höchst wahrscheinlich zur Aus-scheidung desOehles und zur Aufnahme des Pol-lens bestimmt sind. Auch Fig. 24 zeigt Dir dieGestalt der Narbe am Herbst- Crocus , dieüberall mit anders gefärbten Haaren besetzt ist.'
Gewöhnlich bietet die Narbe vermittelst ih-res haarigen Ucberzuges eine beträchtliche Flä-che dar, von welcher der Pollen leicht aufge-nommen werden kann. Oft breitet sie sich, wiebey den Gräsern, pinselförmig aus. Bey denMoosen stellt sie eine Flasche mit weitem Halsedar, welcher noch dazu einen gcfranzten Randzu haben pflegt. Bey vielen Gewächsen , nament-lich beym Weidenröslein, Pfriemenkraut undbey der Passions -Blume, beugen sich die Nar-ben zur Zeit der Befruchtung zu den Anthercnhin, damit sie desto leichter befruchtet werden.
Meistentheils, aber nicht immer, muß mandie Narbe an der Spitze des Pistills suchen.Celten findet sie sich auch an der Seite: z.B.bey unsern Iris - Arten findet sie sich auf deruntern Fläche der kronenblattartigen Ausbrei-tung des Pistills, in Gestalt einer porösen,schwammichten Falte. ■
JDie ohlige Feuchtigkeit, womit die Narbebedeckt ist, löset nun den Pollen auf, und sowird derselbe durch das Zellgewebe des Pistillswahrscheinlich in den Fruchtknoten gebracht.Man hat geglaubt, daß jedes andere Oehl dieselben Dienste thue, und deßwegen die ih-rer eigenthümlichen Feuchtigkeit beraubten Nar-ben mit Baumöhl bcstrichen. Indessen, wenn