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A. v. Humboldt's Fragmente einer Geologie und Klimatologie Asiens / Alexander von Humboldt ; aus dem Französischen mit Anmerkungen, einer Karte und einer Tabelle vermehrt von Julius Loewenberg
Entstehung
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9
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scliicdenen Phänomenen, diese Betrachtung der vulkani-schen Wirkung als einer Wirkung des Inneren der Erdeauf ihre äufsere Rinde, auf die festen Lager, welche sieumschliefsen, hat in den letzten Zeiten eine grofse An-zahl geognostischer und physikalischer Probleme erklärt,die zeither unerklärlich schienen. Die Analogie wohl-beobachteter Thatsachen, die strenge Prüfung der Phä-nomene, die vor unseren Augen in verschiedenen Erd-gegenden sich zutragen, beginnen uns indem wir nichtsowol alle die einzelnen Beziehungen genau angeben,sondern nur die Gesammtheü ihrer Wirkungsweise auf-fassen allmälig auf die Spur zu leiten, was sich inden früheren Epochen ereignet, welche der historischenZeit vorangegangen. Die Vulkaniiät , d. h. der Einllufs,den das Innere eines Planeten auf seine äufsere Hüllewährend der verschiedenen Stadien seiner Erstarrung,in Folge der Aggregationsverschiedenheit (des Flüssigen und Festen), in welcher sich die ihn bildenden Stoffebefinden, ausiibt, diese Thätigkeit wenn ich mich soausdriieken darf von Innen nach Aufscn findet gegen-wärtig in sehr geschwächtem Verhältnisse statt; sie ist be-schränkt auf eine geringe Anzahl Punkte, inlcnnittirend,nicht so oft den Ort wechselnd, sehr vereinfacht in ihrenchemischen Wirkungen, nur um die kleinen, kreisförmi-gen Schlünde, oder über die w enig ausgedehnten Längen-risse Felsen bildend, und in weiter Erstreckung zeigt sienur eine dynamische Gewalt, indem sie unsere Planetcn-rinde nach Slreichungslinien oder den Umgebungen (dengleichzeitigen Erschütterungskreisen), welche nach einerlangen Reihe von Jahrhunderten dieselben geblieben, er-schüttert. In der Zeit, welche der Existenz des Men-schengeschlechts voranging, mufs die Thätigkeit des In-neren der Erde auf ihre feste Rinde, deren Volumensich vermehrte, die Temperatur der Atmosphäre gemäfsigt»nd die innere Erde für die Hcimath der Erzeugnissefähig gemacht haben, die man als tropische betrachtenbann, seitdem das Verhällnifs der Erdslcllung zu einemcentralen Sonnenkörper in Folge der ^Strahlung, der Er-