32
Tarbagalai' nach dem nordöstlichen Ende des Alatau 1 )zwischen den Seen Balkbasch und Alaktugul-noor, unddann über den Ui-Flufs östlich vom Temurtu-noor (zwi-schen 44° und 49° der Breite) von Norden gegen Südenausdehnt, als eine mehrfach unterbrochene Vormauer gegendie eigentliche Kirgisen-Steppe betrachten wollte.
Ganz anders verhält es sich mit dem Theile von In-ner-Asien, der von dem zweiten und dritten Bcrgsysleme(dem Hiimnclsgcbirgc und Kucnlun) begränzt ist. Die-ser ist im Westen auf das deutlichste durch ein vonSüden nach Norden streichendes Querjoch, den Dolor -oder Belur-tagh 2 ) (Berge des nahen Landes Bolor ) ge-
schlos-
*) Ein Nainc, der zu vielen orograpliischcn VerwechselungenAnlal's gegeben hat. Die Kirgisen (hauptsächlich die der GrofsenHorde' nennen Ala-tagk (Alatau, scheckige Berge), einen Hühcnzng,der sich vom ohern Silion (Syr - Deria oder Jaxartcs) hei Tonkatunter 43^ und 45° Breite gegen die Seen Balkbasch und Temurluvon Westen gegen Osten verlängert. Der Name riihrt von denschwarzen Streifen und Flecken her, die an steilen Felswänden zwi-schen den Schneelagen hervorhlicken. (Meyendorf, l'oyage « llu-khara, p. 96. 786.) Der westliche Theil des Alatau steigt mit dergrofsen Beugung des Sihon gegen Nordwesl und hängt mit demKaratau (Schwarzen Berge) bei Taraz oder Tnrkestan zusammen.Hier (Breite 45° 17' fast im Meridian von Pelropawlowsk) findensich , wie ich in Orenhurg erfahren, heifse Quellen in der tieger-reichen Gegend von Sussac. Aus den Ilinerarien von Semipolatinsknach Ili und Kaschgar ersieht man, dafs die Eingcborncn auch dieBerge südlich vom Tarliagata'i zwischen den Seen Alakkul, Balkbaschund Temurlu mit dem Namen Alalau bezeichnen. Ist aus demselbenNamen die Gewohnheit einiger Geographen entstanden, das ganzezweite Bergsystem (das Himmels-Gebirge) Alak oder Alaktau zunennen? Mit Alatau oder Ala-tagk ist nicht Ulugk-tagk, der GrofseBerg (nach einigen Karten: Ulugk-Iagk, Uhilau, Olntagh) zu ver-wechseln, dessen Lage, in der Kirgisen-Steppe bisher eben so unbe-stimmt, als die der Alghinskischen Berge (Hügel?) ist. v. 11.
2 ) Uighurisch heilst das Querjoch, nach Klaproth, Bulyt-tagh,das Wolkengebirge, wegen des in dieser Breite allerdings sonderba-ren, ununterbrochenen drei Monate langen Regens. Baku !, im Manu-scr., de la Bibi, lloyah, T. II. p, 47‘2. Von dem Gebirge Bolor (l’olulo der Japanischen Karten) sollen die Bergkryslalle, die dortvon besonderer Schönheit sind, den Namen ßelur im Persischen und