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rafur ausdriickf, ist gegen den 45° der Breite der mög-lichst gröfstc. In dem Klimasysteme des westlichen Eu ropa ist die mittlere Jahrestemperatur, welche dieserBreite entspricht, 13° und 13°,5, und der kälteste Mo-nat erreicht dort noch 3° bis 4° Mittelwärme. Diesist die schöne und fruchtbare Zone, die den Süden■von Frankreich (zwischen Valence und Avignon ) undItalien (zwischen Lucca und Mailand ) durchzieht, das istdie Zone, in der die'l\ebcngcgend mit der der Oliven-und Citronenwälder zusammentrifft. Nirgend findet manbeim Fortschreiten von Norden nach Süden ein so auf-fallendes Steigen der Temperaturen; auch folgen nirgenddie Erzeugnisse der Vegetation und die verschiedenenFrüchte des Ackerbaus mit gröfscrcr Eile nach einander.Ferner belebt die grofse Verschiedenheit in den Produk-ten der nebeneinander liegenden Länder den Handel undvermehrt die Betriebsamkeit der ackerbauenden Völker.Weiter nach Osten über das Adriatische Meer und denBosnischen Meerbusen hinaus im Innern Asiens , wiein Nord - Amerika , überall, wo die Isothermen wegender Gestalt, der Weltstellung und wegen der Hochbil-dung der Continenlc in concavc Scheitel auslaufen, bietetder Parallel von 45° nicht mehr dieselben Vorzüge dar.In der Neuen Welt erreicht die mittlere Jahrestempera-tur unter, diesem Parallel kaum 8“,2; die des kältestenMonats fällt sogar bis auf 5° herab, dasKlima der Wein-berge beginnt dort erst mit der Breite von 6° oder 7°weiter südlich.
In allen vorhergehenden Betrachtungen haben wirdie Contincnte nur in dem Verhältnifs ihrer Ausdehnung,der Form ihrer Umrisse und ihrer Verlängerung unterverschiedenen Breitegraden, abgesehen von dem Zustamlder Oberfläche des Bodens, vorgeführt. Der Aggrega-tionszustand aber, die chemische Zusammensetzung undFärbung, die Durchdringlichkeil, Capacität für dieWärme und Leitungsfähigkeit derselben, die Kahl-'heit und die vegetative Fruchtbarkeit, die gewöhnliche
Feuch-