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Beiträge zur natürlichen und ökonomischen Kenntniss des Königreichs beeder Sicilien / von Carl Ulysses v. Salis v. Marschlins
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9
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Erster Brief. g

andern rechtwinklicht durchschnitten wurden, warendie meisten übrigen krumm und ungleich. An einerMenge Kirchen, Palästen, öffentlichen Plätzen, Brun-nen und Statuen hatte es ihr nicht gefehlt, und siewar wirklich eine der schönsten Städte Italiens. Al-lein schon seit vielen Jahren, und besonders nach derPest von 1743, und andern nachfolgenden Wieder-wärtigkeiten, war ihre Bevölkerung von 80000 See-len auf 30000 herunter geschmolzen. In dem Erdbe-ben von 1783 hat sie nicht so viel Leute verloren, alsman glauben sollte, und man behauptet einstimmig,daß sie jetzt 36000 Seelen zahle, weil eine MängeArbeiter und Verunglückter aus Calabrien dahin gekom«wen sind. Unstreitig haben die Hindernisse, welcheman dem hiesigen Handel gelegt hatte, diese Stadt,welche durch ihre Lage, durch ihren Hafen und dieNähe von Calabrien, das Italiänische Amsterdam seynsollte, schon vor dem Erdbeben fast ganz zu Grundegerichtet Nun hoft man durchgehends, daß das siebetroffene Unglück ihr zum größten Glück gereichenwerde, da Se. Majestät nicht nur entschlossen sind,sie schöner wieder aufbauen zu lassen, zu welchem En-de Dieselben einen Ingenieur, Namens Lavegha, einensehr geschickten und würdigen Mann, nach Mesflnagesandt haben, um alles in Augenschein zu nehmen,um hernach desto treffendere Anstalten machen zukönnen, sondern Sie sollen auch gesinnet seyn, Mes«sina zu einem Freihafen zu erklären. Geschieht dieses,so wird man sehen, was in wenigen Jahren aus derStadt werden wird, wie sehr dabei die beeden Cala-brien, besonders das südliche, die fruchtbarste Pro-vinz Italiens, gewinnen, und welcher unglaublicheVortheil der königlichen Kammer selbst damit zuwach-sen wird. Möchte es zum Trost der unglücklichen Ein-wohner nur bald geschehen! Schon der gegenwärtigeHandel, so gering er in Vergleichung mit demjenigen