CA1>. XVIÜ. DIE GRENZEN DER VEGETATION NACH DER HÖHE.
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und von uns selbst in Höhen zwischen 14780 und 12000 Fuss gesammelt wurden, befan-den sich unter einigen anderen ziemlich allgemein : Lecidea geographica, Lecidea conßnens,Parmelia elcgans, Parm. varia 8. polytropa, Umbilicaria proboscidea ß. cybndrica u. s. w.
Ebenso wie in den Alpen reichen auch in anderen hohen Gebirgen einzelne Pflan-zen Uber die Schneelinie hinaus. Es dürfte nicht ohne Interesse sein, zu erwähnen, dassin den Cordilleren die höchste phanerogamische Pflanze: Saxifraga Boussingaulta amChimborazo eine Höhe von 14796 Fuss (2466 Tois.) erreicht 1 ), Sie wurde dort von Bo.us-singault entdeckt und wächst auf losen Felsblöcken 600 Fuss über der localen Schnee-grenze. Diese Saxifrage ist die höchste bis jetzt gekannte phanerogamische Pflanze. InHöhen von 14000 bis 13000 Fuss fanden dort Alex, von Humboldt und A. Bonpland nochmehrere Phanerogamen, während sie Lecidea geographica am Chimborazo noch auf denletzten Trachytfelsen beobachteten.
Höchste Grenzen der Thiere.
Es möge uns erlaubt sein-, hier einige Bemerkungen anzureihen über die Ver-breitung der Thiere, und zunächst Uber die obersten Grenzen des thierischen Lebensin den Hochalpen 2 ). Es sind diese Erscheinungen zugleich nicht ohne vielfachen Zu-sammenhang mit der Vegetation, welche den Thieren Nahrung oder Schutz bietet. Sehrschön tritt z B. dieses Verhältniss bei Betrachtung der Höhen hervor, welche die Kühe,
1) Alex, von Humboldt’s Ansichten der Natur. 3. Aufl. 1849. Bd. II. S. 45.
2) Wir führen hier einige unter den verschiedenen Arbeiten an, welche sich speciell mit derVerbreitung der Thiere in den Alpen beschäftigen.
Fauna Helvetica in den Neuen Denkschriften der allgemeinen schweizerischen Gesellschaft für die ge-sammten Naturwissenschaften. Bd. I. Neufchatel 1837. Wirbelthiere von Pr. Schinz. Mollusquespar M. de Chakpentier.
H. R. Schinz. Bemerkungen über die Arten der wilden Ziegen, besonders in Beziehung auf den Sibi rischen Steinbock , den Steinbock der Alpen und den Steinbock der Pyrenäen . Neue Denkschrif-ten Bd. II. 1838.
v. Baldenstein. Beiträge zur Naturgeschichte des Bartgeyers (Gypaetes barbatus). Denkschriften derSchweizer -Gesellschaft. 1829. Bd. I. Abth. I.
II. R. Schinz . Beiträge zur Faunula des Urserenthales in Hinsicht der Wirbelthiere. Mittheil, vonFröbel. und Heer. 1836. S. 112.
-Ueber die geographische Verbreitung der Säugethiere. Verhandl. der Schweiz , naturf. Ge-sellschaft zu Schaffhausen . 1847.
Oswald Heer . Geographische Verbreitung der Käfer in den Schweizeralpen , besonders nach ihrenHöhenverhältnissen. Erster Theil Canton Glarus. Zweiter Theii Ithätische Alpen in: Mittheilun-gen aus dem Gebiete der theoretischen Erdkunde von Froebel und Heer. Zürich 1836 . Vergl.auch Heer’s Arbeiten über die »Käfer der Schweiz « in den Neuen Denkschriften der Schweizer Gesellsch. Bd. II. 1838 und Bd. IV. 1840
— — Einfluss des Alpenclimas auf die Farbe der Insecten. Mittheil von Froebel und Heer. 1836.
O. Heer, lieber die obersten Grenzen des thierischen und pflanzlichen Lebens in den Schweizer Alpen.Zürich 1845.
v. Welden . Monographie des Monte Rosa . Wien 1824. Enthält auch Beobachtungen über die Thierein dieser Gebirgsgruppe.