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Untersuchungen über die physicalische Geographie der Alpen : in ihren Beziehungen zu den Phaenomenen der Gletscher, zur Geologie, Meteorologie und Pflanzengeographie / von Hermann Schlagintweit und Adolph Schlagintweit
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521
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HEGIONENEINTIIEILUNG.

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R e g i o n e n e i n t h e i 1 u n g.

Die Betrachtung der wichtigsten Grenzen, welche die Vegetation in den Alpenzeigt, dürfen wir wohl mit einigen Bemerkungen über die Abtheilung derselben in grös-sere Regionen beschliessen. Waiilenberg versuchte zuerst in diesem Gebirgszuge dieAbstufungen der Vegetation in verschiedene Regionen zu vereinigen *). Seine Ejnlheilungbildet einen sehr naturgemässen Ueberblick dieser Erscheinungen. Wir verglichen in derfolgenden Tabelle einige der vorzüglichsten späteren Regioneneinlheilüngen von Enger * 2 ),IIegetsciiweiler 3 ) und Heer 4 ) mit jener Wahlenbergs.

m

Wahlenberg .

Nördliche Schweiz .

Unger.

Nordöstliches Tirol.

Hegetschweiler.

Schweiz .

Heer.

Südöstlicher Theil vqnGlarus .

Region der Ebene (Planitiesv. basis Helvetiae- v. reg.vilifera)

bis 1700'.

Die Ilügelregion(reg. collina)bis-2000'.'

Dieselbe schliesst sichtiefer an die regiocamp'estrisi seu ger-manica an.

Die untere Bergregion oderdie Region defe Wallnuss-baumes

1700.-2500'.

Die Region des be-bauten Landes,von d. Thalflächebis zurWallnuss-grenzebis 2700'.

Die Bergregion20003000'. .

Die Wallnuss, Kirscheund andere Frucht-bäume characterisi-ren diese Region.

Die obere Bergregion oder dieRegion der Buche25004000'.

Hier ist zugleich die untere Grenzeder Alpenhütten; es scheidetdiese Region die Landwirth-schaft von der Alpenwirthschaft.

Die -obere Bergre-gion, bis zur Bu-chengrenze2700-4000'.

Die untere Alpen-region

30004000'.

Die Grenze der Bucheu. des Getreidebauesfällt mit dieser Re-gion zusammen.

Die montane Region2500 4000'.

(Eigentlich nahm Heerdiese Region bis2400' hinab in Gla­ rus an, weil in die-ser Höhe die Soldedes Hauptthaies be-ginnt.)

excursims dans les alpes. Vergl. auch Saussuhes Beobachtung des rothen Schnees. Voyages §. 646.8". III. S. 62. und §. 2016.

4) De vegelat. et climat. in Helvet. S. 31 u. s. w.

2) Ueber den Einfluss des Bodens auf die Yertheilung der Gewächse. S. 197.

3) Beiträge zu einer kritischen Aufzählung der Sehweizerpilanzen. 1831. Vergl. vorzüglich die»Gebirgstafel« am Schlüsse.

4) Die Vegetationsverhältnisse des südöstlichen Theiles von Glarus ; Froebel und Heer Mittheilun-gen S. 351.

Auch Fischeu-Oosteii , v. Heufleu, Pollini, Zauebruckner und Andere haben (in den Seite 472angeführten Arbeiten) ähnliche Uebersichten entworfen. Ueber die Grenzen der Vegetation und dieRegionen in dem Jura und den angrenzenden Gebirgen vergl. Thurmann Essai de Phytostalique T. I.S. 72 86.