44 Sechste Classe.
Gräser. 50. Dungras. lLriophorum Fig. so.
Einblätterichte Kelche bilden ein schuppiges Kätz-chen 3. Der Saame ist wollig/ oder mit sehr lan-gen Haarfaden/ wie an einem bey b angebrachten ver-größertcn Blümchen zu sehen , umgeben.
\
Ji. Knopfqras. Schoenus. Fig. fi.
Fünf bis sechsblatterichte Kelche bilden ein schup-piges Kätzchen. Der Saame ist rundlichc.
So genau und richtig auch immer diese voranste,hende Claßifikation der Gräser und grasartigen Ge.wachse seyn mag/ so wird fie dennoch in vielen Fallen/meynt Herr Houttuyn , immer ihre Schwürigkeitenbehalten. Die Arten des Fennichs brachte der Rit-ter unter zwo besondere Abtheilungen/ unter rispen«förmige und ährenförmige/ und dennoch steht dieganze Gattung des Fennichs hier unter den rispenför-niigen Gräsern allein/ zu dem selbst die lateinische Be-nennung des Fennichs Panicum, von dem Standeder Blümchen in einer Rispe / Panicula, Hergenom,vren zu seyn scheint. So sind euch selbst verschiedeneArten dieser Gattung ziveyblumig/ da sie doch unterden einblumigen Gräsern hier zu stehen kommt. Un-ter der Gattung des Schusses trift man auch Artenmit ein-zwey- drey. obschon auch vielblumigen Kelchenan/ nnd hier wird diese Gattung unter die Vleifilu-INigen gesetzt. Anderer und ähnlicher Abweichungender Arten von ihren bestimmten Gatrungskennzeichen/die sich wohl auch unter andern Gewächsearten vorfin-den würden/ vor itzo nicht zu gedenken.
Sehr schicklich beginnt die erstgedachte Rangord-nung der sämtlichen Grasgattunzen mit den Getreyd»gattungeN — dem Roggen / der Gerste/ und dem Wai-zen/ und eben deßwegen würde Herr Houttuyn sichbald ausser Verlegenheit befunden haben/ in diesem