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12 (1785) Von den Gräsern : nebst einem vollständigen Register und sieben Kupfertafeln / Carl von Linné
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57
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irzSste Gatt. Ruchgras, Antfioxantkum. 57

haben, wenn ihnen nicht der Wohlgeruch des Grases, Ruch«wovon hier die Rede ist, im Heuschober und auf dem gras«Heuboden mitgetheilt wird, so scheint fast nothwendi-ger Weise oer angenehme Geruch des Heues zum Bor«theile des Ruchgrases auszufallen, ob es schon auf derandern Seile nicht geläugnet werden darf, daß ander«aromatische Wiesengewächse auch das ibrige, das Heaangenehm, dem Gerüche sowohl als Geschmacke nach,ju machen, beytragen mögen. Auch Herr HoutlUyNist der Meinung, daß ob man schon von dem Anbaugewisser Fultcrgewächse, verschiedener Kleeartrn, derLuzerne, Esparsette rc. sehr viel Rühmens, auch in je-nen Gegenden, in welchen er lebt, zu machen pflegt,nichts desto weniger der.Anbau des Ruchgrases, ausoben besagten Gründen, mit großen Vortheile unter-nommen werden kann. Die Einsammlung des Saa«mene ist in solchen Gegenden, wo es bereits wildwachset, leicht zu erhallen. Man kann ihn in man-chen Jahren häufig unter den Heusaamcn finden, oderwenn man ihn alleine sammlen will, so darf man nurAchtung geben, wenn die Kolben anfangen gelblicht znwerden, aus solchen fallt der Saame gleich aus, wennman daran klopfet, und kann in einer darunter gehal-tenen Schachtel oder Papierdüte gesammlct werden.

Die rerfcn Kolben abzubrechen, würde um deßwillennicht rathsam seyn, weil der Saame mehrentheiis vcr«lohrcn gehen würde. Der eingesammelte Saame kannentweder im Frühjahre oder im Herbste im Gemengemit andern guten Gras- und Furrerkrautsaamen aus,gesaet werden, wenn zuvor die Wiesen umgerissen,und nach gehöriger Auflockerung wieder vom neuen an-gelegt worden. Schreber.

3 ) Ostindisches Ruchgras. Anthoxanthum Drifteindicum. Art.

Mit einer gleichbrciten Achre, und ungcstieltcn Blüm» Unters,chen, weiche langer als ihre Grannen find, An- zeichst.D 5 ihe-