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12 (1785) Von den Gräsern : nebst einem vollständigen Register und sieben Kupfertafeln / Carl von Linné
Entstehung
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70
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7o Der sechsten Classe dritter Abschnitt.

Knopf. Mit dem weifen Knopfgras hat diese Art demgraö. Bau, der Größe, äusserlichem Ansehen, und natürli-chen Standorte nach überaus viele Achnlichkett, istaber dennoch von selbigen hinlänglich verschieden, undzwar insbesondere durch die kncuiartig beysammenste«henden braunen Aehrchen, welche nie so wie bey demIveisen Knopfgras pyramidenarkig und von Färbtweiß sind. Blüth auch viel früher.

Sechstr 6) Gleichähriges Knopfgras. Schoenus»et. compar.

Ankers, mit einem runden nackenden Halm, einer zusammenge-zeichen. setzten Blumenähre, und paarweise beysammenste-henden Aehrchen, Schoenus culmo tereti nudo,spica composita, spiculis geminatis. LIIsN. Syst.Veg. p. 95. Mant. Pl. II. p. 177. Schoenusscapo strictissimo tereti, spicis glomeratis, bracteistubularis. ROTTBOELL. defer, et icon, piant, lib.I. p. 65. tab. 18. st 4- eiusd progr. 1772. p. IZ.

Herr D. König traf diese bisher unbekannte Artauf dem Vorgebürge der guten Hofnung an, die HerrPros. Rotthböll in Coppenhagcn nun sehr genau be-schrieben und eben so getreu abbilden ließ. ES hatselbige einen nackenden, runden, ebenen, schuhlangenHalm, der sich mit einer aus mehrcrn (6) kleinenAehrchen angehäuften Blumenähre endiget. In vte-ser sitzen selbige immer paarweise auf jedem einzelnenZahn der Spindel, ohne Sttele, und sind von glei-cher Größe, eyrund und eiscnrostfarbig. Der Kelchbesteht aus ziemlich vielen unfruchtbaren Bälglein oderEchüppchcn, die in zwo Reihen oder Zeilen an einanderstehen, und von welchen nur das innere Paar zweyBlüm.chen enthält. Die beyden Spelzen sind überaus klein,pfrtemenförmig, und stehen etwas entfernt von einan-der. Die drey Staubfaden sind weiß, und langerals der Kelch. Der Fruchtknoten endigt sich mit ei««em pfriemrnförmigen halb dreyspalkigm Griffel. Das