74 Der sechsten Classe dritter Abschnitt.
Knopf, die ausserdem diese aufgeworfene Frage rechtfertigen
zras. würden, und nur der einzige Umstand, gleichwohl alseiner Gelcgenheitsurfache gedacht werden, wie Rittervon Linne, Pros. Böfimer zu Wittenberg, undBergrath Scopoll obiges Scheuchzerischeü Synonymzu gedachter Segge ziehen — auch Herr von Hallerwill Schmchzers Benennung mit dem Linneischenzusammengedrückten Knopfgras verbinden. —Wird diese Frage verneinend beantwortet werben müs-sen, so ist doch auf der andern Seite offenbar, daß«in Synonym nicht mit unter zwey so verschiedenenGrasarten zu stehen kommen könne: aber diese beydenGräser sind einander so ähnlich, daß man sie nur mitMühe, oder vielleicht gar nicht unterscheiden kann.In meinen Oblervut. bot. d^orimb. 1781. 8 - P-36. §. XXXI V. habe ich mich umständlich über die-se Grasart herausgelassen, und noch ist es mir nichtgeglückt, von meinem Aristarchen etwas befriedigen,des darüber zu erfahren. — Herr HvUttUYN scheintnach dem, was er darüber gesagt, weder eines nochbeyde Grasarten, von welchen die Rede ist, zu kennen. —Es wächst aber dieses Knopfgras in Engeland, derSchwettz, Italien, und mit ziemlicher Wahrscheinlich,kcit auch in unserm Dcutschlande wild, und zwar nichtnur auf den hohen Alpen, sondern auch auf niedri-gern sumpfichten Platzen. So ist es an dem Rheinhäufig auf feuchten sandigen Gegenden anzutreffen,und in Oesterreich wird es nicht nur einmal auf fastsumpfichten Wiesgrund gefunden. Der Halm erreichteine verschiedene Höhe, je nachdem die verschiedeneGegend des Bodens selbige begünstigt, bald eine ha!«be Ele, bald nur einige Zolle. Auf der Spitze des.selben ruht eine Zoll, auch drüber, lange Aehre,die durch ein ziemlich breites Blätchen unterstütztwird. Es besteht selbige aus Wechselsweise sitzendenkleinern Aehrchen, die mit jenen an der vorherge.hrnden Art eine auffallende Arhnlichkett haben- Der
Sacme