6r6 Der sechsten Classe dritter Abschnitt.
Briß. nicht lange vorher, daß ihm, was die Blüthe desReißes anbetraft, noch nichts mit Zuverlaßigkeit be-kannt wäre. Sehr gut ist die Abbildung, die Herr?xxxvii ^OUttUYN auf Tab. LXXXVil. fig. 26 . davonfig. 26. mitgetheilt hat. Noch scheinen einige zu zweifeln, obauch die Blüthe ans zwey Blümchen bestehe. Aerhio,pien soll nach einiger Versicherung das Vaterland desReißes seyn. In der Beschreibung der in dem Clif-fortischen Garten befindlichen Gewächse, verlegt derRitter es nach Ostindien. Sollte ihm, fragt HerrHouttuyN, damals unbekannt gewesen seyn, daß dieseKörnerfrucht in dem mitternächtlichen Amerika und indem maylandischen Gebiete sowohl als in Ostindienwachse und angebauet werde? Mit mehr Zuverlaßig.feit konnte er uns versichern, daß der Reiß das vor.jüglichsie Nahrungsmittel der Chineser, Iapaneser undIndianer sey, und daß selbiger von ihnen wie unserKorn benutzt werde. Dem Gewächse nach hat derReiß mit unserm Weizen oder unserer Gerste zwarvieles ähnliche, die Halme sind aber dennoch stei.ftr, dicker und eine bis anderthalb Elen hoch, mitbreiten schilfartigen Blättern, die die Gelenke dcrscl-brn scheidenartig umgeben, besetzt. Auf der Spitzebreitet sich der Halm in eine Rispe aus, die dichterals am Hafer ist, einigermassen der Gerste gleicht,doch schlanker als am Hirsen ist. Diese theilt sich inverschiedene Aeste, die Wechselsweise mit kurz gestiel-ten Blüthen besetzt sind, deren Kelche sehr klein, undderen Blümchen aus zwo rauhen Spelzen zusammen«gesetzt sind: die eine dieser Spelzen ist mit einer lan-gen Granne bewehrt, gerade so wie sie auf angeführ,ter Tafel abgebildet worden, und wie sie an einemaus Java übersandten Exemplar, dessen Halm zweenSchuh lang, und nur mit etwas kürzern halb Zollbreiten Blättern, besetzt war, beobachtet worden ist.Die glätter sind übrigens stark geribbt, gestreift, undrückwärts, sowie an mehrern Gräsern, rauh. Der
Frucht-