I 288 ste Gatt. Segge. Carex. C71
Kandtheile der Sandsegge. die vor kurzen erst Herrn Segge.D. Merz in Erlangen beschäftiget, hat hierüber »ochungleich mehr Licht verbreitet. Es wäre nun wenigmehr übrig, als daß sich die Sandsegge auch unterder Hand des ausübenden Arztes zu einem so wichst«gen Heilmittel legitimirte, zu welchen es schon einst,weilen erhoben worden. Wegen ihrer melichken Thei.ie könnte sie gleich der Quecke bey sich ereignendenGrodmangel genossen werden. Da ihre unierirdischenHalme schnurgerade laufen, als ob sie mit Fleiß alsoangepflanzet worden wären, und sich selbe durch selbigesehr weit ausbreiten und vervielfältigen kan, so schieneihr Anbau auf dem Flugsande, den sie haltbar machenwürde, und wozu sie schon von der Natur bestimmtzu seyn scheint^ mit Grunde empfolen werden zu kö«.mn.
9) Sumpfsegge. Carex uliginosa. Neunte
Art.
Mit einer zusammengesetzten Arhre, Aehrchen mit halb-
getrennten Geschlechtern, von welchen die untern Unters,in einiger Entfernung von einander stehen und mit zeiche»,einem langem Matchen versehen sind, und einemrunden Halme, Carex spica compuika, spiculis an-drogynis: inferioribus remotioribus foliolo longioriinstructis, culmo tereti. LINN. Syst. Veg. p.
843. Sp. Pl. p. 1381. FI. Suec. 748; 8Z6.
Diese Segge ist nur in Schweden von dem Rit.
Ut und zwar auf torfichten Platzen als einheimisch an»gezeigt worden. Ausser Zweifel ist es aber, daß sieauch in Deutschland und vielleicht in mehrern europai«schen Provinzen zu Hause ist. Sie hak eine zaserichteWurzel, die nicht vollkommen zu kriechen scheint. DerHalm ist fingerslang, rund, eben und nackend. DieAehre ist zusammengesetzt, eisenrosifärbig, sieht auf derSpitze des Halmes, und besieht aus vielen, ohngefehrsieben bis acht Aehrchen, die halbgetrennte Geschlechterhaben, und nur jy weniger Entfernung von einander
stehe».