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12 (1785) Von den Gräsern : nebst einem vollständigen Register und sieben Kupfertafeln / Carl von Linné
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716
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7i6 Der sechsten Classe vierter Abschnitt.

Segge, iv den amerikanischen Landschaften ziemlich allgemein,und erreicht mit seinem dünnen und schwachen Halmegleichwohl eine Höhe von funfzehen Schuhen, wennes unter Gebüschen und Bäumen wachßt, derenSchatten und Unterstützung es liebet, und daruntergut wächßk und fortkommt. Der eigentliche Halmist nur einen Fingerdick, nicht vollkommen rund,sondern auf beyden Seiten stach, in verschiedene Ge-lenke abgetheilt, und mit einer zaserichken schwammich.ten Substanz gefüllt. Dir Gelenke sind ohngcfchr ei.en Schuh weit von einander entfernt: die Knotenstehen stark heraus. Er steigt zwischen den Aestenanderer Baume hinauf, ohne sich um selbige zuschlingen. An sedem Knoten steht ein drithalb Schuhlanges Blat, das einen Finger breit ist. UnterwärtsIst der Halm mit flügelarttgen wohl fünf Schuh lan.gen Blättern umgeben. Auf der Spitze desselben steht«ine schilfartige Rispe, oder eine große Aehre, de.rcn Länge mehr als einen halben Schuh beträgt,sich in sehr viele Aeste theilt, deren einige schuppen«förmige Aehren tragen, die rauh sind, und mit ei,«er Granne sich endigen; auf andern stehen ein«-eine Knöpfe, die mit langen stechenden Grannen be««ehrt find, und einen bräunlichren und weisen Saa«wen einschlteffrn. Dieser Saame ist beinhart, undgleichet dem Steinsaamrn, welche Aehnlichkeit zu demkinneischen Beynamen Anlaß gegeben hat. Es istdieses Graß wegen seiner Stacheln nicht allein einegroße Plage der nackenden Neger, wenn sie durch en-ge Wälder wandern müssen, sondern dieselben wer-den auch mit daraus gemachten Bündeln abgestrafet,im Falle sie etwas großes begangen haben. DiesesGraß wächßt auf Amboina auf allen Felder«, aufoffenen Platzen sowohl als an den Ufern der Ströme«nd Flüsse, selbst an den Füssen der Berge, woselbstes zuweilen in so starken Büschen zusammenwächßt,daß sich das Wild darunter verbergen kann. Daß

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