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1 (1827) Das Weltgebäude im Allgemeinen / von Johann Gottlieb Sommer
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als sie uns am 21. Dezember erscheint, wo sie für uns amtiefsten steht, und es ist klar, daß jetzt auch die Jahres-zeiten sich umgekehrt verhalten werden. Unser bisherigerFrühling war für die Bewohner der südlichen Erdhälfte derHerbst, und während unsers Sommers herrscht dort derWinter. Wenn die Bewohner des Südpols, falls es welchegiebt, am 21. März die Sonne noch im Horizont erblick-ten, so muß ihnen diese von jetzt an völlig unter dem Hori-zont verschwinden, und es muß nun am Südpol eine im-merwährende Nacht herrschen, während am Nordpol immer-währender Lag ist.

Wenn die Sonne am 25. September wieder nachdemAequator zurückgelangt ist, so haben wir Bewohner der Nord-länder bekanntlich Herbstesanfang. Die Länge derLage und die Kürze der Nächte hat jetzt so weit abgenom-men , daß nun beide wieder einander gleich sind, denn dieSonne geht zum zweiten Mal im Jahre um 6 Uhr desMorgens auf, und um 6 Uhr des Abends unter. Die Hitzedes Sommers hat nachgelassen, und ist zur sanften Wärmegeworden. Aber je mehr sich von jetzt an die Sonnevom Aequator nach dem südlichen Wendekreise entfernt,desto niedriger kommt sie für uns zu stehen, desto kürzerwerden die Tage, und desto länger die Nächte, desto schrä-ger fallen ihre Strahlen auf unsere nördliche Halbkugel,und desto mehr nimmt also bei uns die Wärme ab und dieKälte zu. Am 21. Dezember endlich, wo die Sonne densüdlichen Stillstandspunkt erreicht hat, steht sie für uns amtiefsten. Wir haben den kürzesten Tag und die längsteNacht. Zugleich ist dieser Lag in unsern Kalendern als