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1 (1827) Das Weltgebäude im Allgemeinen / von Johann Gottlieb Sommer
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173
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der Sonne entfernt, breiter, und steht er endlich nach un-gefähr sieben Tagen um den vierten Theil des Himmels(um g»0) yon dxr Sonne ab, so erscheint er als ein HellerHalbkreis, oder als eine halberleuchtete Scheibe, deren-Krümmung ebenfalls der Sonne zugekehrt ist. Man sagtalsdann, der Mond sei im ersten Viertel. Von jetztan wird dieser erleuchtete Theil an der östlichen, von derSonne abgewandten Seite immer größer, und endlich, wennder Mond ungefähr wieder nach 7 Tagen um den halbenHimmel (um 180°) von der Sonne weggerückt ist, erscheinter als eine ganz runde völlig erleuchtete Scheibe. Mannennt ihn jetzt Vollmond, und er steht nun der Sonnegerade gegenüber (im Gegenschein, in der Oppo-sition), steht um Mitternacht im Meridian, und ist dieganze Nacht hindurch über dem Horizont sichtbar. Da vonseinem ersten Stande bei der Sonne an bis hierher sein er-leuchteter Theil an Größe immer zugenommen hat, so nenntMan ihn im gemeinen Leben während dieser Zeit auch denzunehmenden Mond.

Nach dem Volllichte fängt er allmählich an, eben sowieder abzunehmen, als er vorher zugenommen hatte. Aberdieses Abnehmen erfolgt jetzt an der entgegengesetzten west-lichen Seite, und die Krümmung des erleuchteten Theiles^ gleichfalls beständig der Sonne zugekehrt. Er beginnt*mn auch, sich auf der andern Seite des Himmels derSonne wieder zu nähern. Sieben Tage nach dem Voll-licht erscheint er endlich wieder zur Hälfte erleuchtet, undwan sagt jetzt, er sei im letzten Viertel. Er ist derSonne wieder bis auf 90° nahe gekommen und geht um