XXXII.
Von den sieben Monden des Saturnus.
^8ir kennen diese kleinen Wcltkörper erst seit der Erfin-dung der Fernrohre. Am ersten wurde der sechste (wenn manbei dem zunächst am Saturn stehenden innersten zu zählenanfängt) von Huyghens im Jahr 1655 entdeckt, welcherden Saturn mit Fernrohren von 12 bis 25 Fuß beobachtete.Cassini entdeckte 16 Jahre später den jetzigen siebentenoder den äußersten Mond, im folgenden Jahre den jetzigenfünften, und endlich nach 12 Jahren auch den dritten undvierten Mond. Mehr als diese fünf Monde waren bis zumJahr 1789, wo Herschel sein vierzigfüßiges Spiegeltele-skop zu Stande brachte, nicht bekannt. Durch Hilfe diesesaußerordentlichen Werkzeuges wurden innerhalb der Bahndes bisherigen innersten oder ersten Planeten noch zwei neueMonde entdeckt , so daß man gegenwärtig sieben zählt.
Alle haben ihre Bahnen außerhalb des Ringes. Sieliegen alle sehr nahe in der Ebene des Ringes und machenfolglich mit der Ekliptik wenig von 2g ^ 22 ^ verschiedeneDinkel. Nur der siebente oder äußerste Mond macht eineAusnahme, indem seine Bahn gegen die Ekliptik bloß untereinem Winkel von 15 " geneigt ist. Wegen dieser bedeu-tenden Neigung der Bahnen gegen die Ekliptik erscheinensie meist elliptisch, und die Saturnusmonde stehen nicht inso gerader Linie wie die des Jupiter . Aus eben dem Grundesind auch Verfinsterungen bei ihnen eine viel seltenere Er-scheinung als bei den Jupiterstrabanten. Auch sind sieG-m.d. phys.Welt. t.Bd. L