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1 (1827) Das Weltgebäude im Allgemeinen / von Johann Gottlieb Sommer
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336
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bar gewesen, eine jener krummen Linien sei, welche in derhohem Geometrie Parabeln *) genannt werden. New-ton, der eben damals seine unsterblichen Werke vollendethatte, bestätigte Dörfels erste Behauptung, und bewies ausden von ihm entdeckten Gesetzen der allgemeinen Schwere,

*) Die Parabel gehört unter die sogenannten Kegel-schnitte, von welchen auch die bereits oben erklärte El-lipse einer ist. Wir wollen versuchen, einen allgemeinenBegriff davon zu geben; wer umständlicher darüber belehrtseyn will, den verweisen wir auf ein gutes Lehrbuch der Geo-metrie. Man verfertige sich aus weichem Thon einen regel-mäßigen Kegel (einen wie ein Zuckerhut gestalteten Körper).Will man diesen zerschneiden, so sind, vier Arten desSchnittes möglich. Entweder (lab. IX. big. I.) der Schnittgeht gleichlaufend mit der Grundfläche, und senkrecht auf derAxe; in diesem Falle entsteht ein Cirke l, wie die Figurzeigt. Oder (big. 2 .) der Schnitt geht gleichlaufend mit derSeite des Kegels; dann entsteht die obige Parabel, einekrumme Linie, welche an der Grundfläche des Kegels aufhört,und deren Arme, wenn man sie in Gedanken verlängert, im-mer weiter auseinander gehen, also nie wieder zusammenstoßen.Geschieht der Schnitt so, daß er (big. 3.) sowohl gegen dieAxe als gegen die Grundfläche eine schiefe Richtung hat, ohnejedoch mit der Seite des Kegels parallel zu laufen, so ent-steht die Ellipse, eine wie der Cirkel in sich wiederkehrendeLinie. Endlich läßt sich (big. 4.) der Schnitt auch so führen,daß er auf der Grundfläche senkrecht und mit der Axe gleich-laufend ist. In diesem Falle entsteht die Hyperbel, einekrumme Linie, welche, ähnlich der Parabel, an der Grundfläche- aufhört, und deren verlängerte Arme gleichfalls immer weiterauscinandergehen.> Die Physik lehrt unter anderm, daßdie krumme tzinie, welche ein geworfener Körper beschreibt(z. B. eine Bombe, der Strahl des aus einem Röhrkasten flie-ßenden Wassers u. dgl.), Parabeln seien.