XIV
Vorwort.
Gesammtheit zu erfassen. Er sammelte daher nichtnur möglichst viele Formen, um die Uebergängevon einer zur anderen verfolgen zu können, son-dern S[)iirte auch den sie hervorbringenden Ur-sachen nach, suchte auszumitteln, welchen Ein-fluss Licht oder Schatten, welchen trockener odersumpfiger Boden etc. auf Bildung bestimmter For-men ausiibe, um nachweisen zu können, dass alleursprünglichen Arten in bestimmten, das Geprägeder Localitäten an sich tragenden Formen erschei-nen. Die Resultate dieser Untersuchungen, wel-che zur Zeit noch viel zu wenig beachtet werden,legte Hegetschweiler in dem botanischenAnhang zu seinen Alpenreisen, in seinerAbhandlung über die helvetischen Artenvon Kubus, in dem Texte zu der Sammlungvon Abbildungen von Sch weizerpflanzeitvon Labram, von welcher von 1824—1830 acht-zig Hefte erschienen sind, und vorziielich in seinenBeiträgen zu einer kritischen Aufzäh-lung der S c h w e i z er pf 1 a n z e n nieder, welcheschon in den Jahren 1827 bis 1829 niedergeschrie-ben, doch erst 1831 puhlicirt wurden und die alsEinleitung zu vorliegender Flora zu betrachtensind, in welcher die gesammte helvetische phanerog.Pflanzenwelt von dem dort gewonnenen Gesichts-punkte aus bearbeitet ist.
Es war vorauszusehen, dass diejenigen, welcheder Anwendung von Theorien auf Behandlung derPllanzenspecies abhold sind, sich mit dieser Floranicht befreunden konnten, aber auch diejenigen,welche mit den leitenden Ideen im Allgemeineneinverstanden sind, haben vielleicht hier und daEinwendungen gegen die Art und Weise zu ma-chen, wie sie in Anwendung gebracht wurden. Siehaben vielleicht erwartet, dass Hegetschweiler