Vorwort.
XXI
Gestaltung des gcsainmten Medicinalwesens hatten,/,u verwirklichen. Auf ähnliche Weise wirkteHeg e t s ch w e i 1 er als Präsident des Polizeirathesund der Forstcoinmission, wie der Aufsichtsbe-hörde über das Ilausdepartement des Spitals unddes Zuchthauses.
Die vielen und mühevollen Aeniter, mit denenHe getsc h weiter überladen war, nöthigten ihn,seine Beschäftigung mit seinen Lieblingsstudiennur auf wenige Erholungsstunden zu beschränken,hinderten ihn aber nicht, stets der Entwicklungdes Volkslebens zu folgen. Sein tiefer Blick, seinvieljähriger Umgang mit allen Classen unsers Vol-kes , lullten ihn mit allen Seiten des Volkslebensbekannt gemacht, trotz seines stillen, eingezogenenWesens war er immer in mitten dieses schallen-den und stets sich umwandelnden Lehens geblie-ben , und unablässig bemüht, dasselbe auf derBahn ruhigen, besonnenen Fortschrittes zu erhal-ten. Sein warmer Eifer für die klarerkanntenwahren Bedürfnisse des Volkes, wie sein kräftiger,selbständiger Charakter erhoben ihn über die Par-teiungen, welche unser von der Natur so reichausgestatteles Land auf so bedauerliche Weisezerreissen. Gerade desshalb wurde er aber voneiner herzlosen , leidenschaftlichen Partei aufsheftigste angefallen und der Verlassung seinerfrüheren Grundsätze verdächtigt, was ihn bei demBewusstsein, stets nur dem Volkswohl gelebt undihm so viele Opfer gebracht zu haben, tief schmer-zen musste. Viele bittere Erfahrungen erfülltenihn mit solchem Uninuth, dass er im üecember1838 den Entschluss fasste, aus dem trüben Ge-wirre des öffentlichen Lebens in seinen frühem,stillen Wirkungskreis zuriiekzukehreu. Am 15,