Band 
[Ein und zwanzigster Band.]
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Bereitung der festen Seife. »Z

Da in der Kälte bereitete Seife gewöhnlich besser zuseyn pflegt, wie dieß Beaume bey der aus Rüb- undBucheckeröl bereiteten, zeigte, so stellt Colin nachstehen,den Versuch an:

Vier Unzen Nußöl wurden mit einer starken Lauge,die von 4 Unzen kohlensauerlicher krystallisirter Soda her.rührte *), abgerührt. Man erhielt 6 Unzen 3 Quentschöne weiße feste Seife, also fast eben so viel, als manbey Anwendung von Warme erhalt, weil Z Pfund Deldann 5 Pfund verkäufliche Seife geben. Anfangs hattediese Seife fast gar keinen Geruch, bald nahm sie aberden nach Nußöl an. In einem Jahr verlor sie 6 Quentam Gewicht.

Mit Mohnöl gelang dieser Versuch fast eben so gut,Leinöl lieferte aber eine rothe Seife, ohne Zusammenhalt.Nach einem Jahr hatten 6 Unzen derselben 7 Quent ver«loren; sie roch sehr nach Leinsamenmehl und war dunkelkaffebraun. Im Ganzen war die Seife schlecht, und Co-lin schließt hieraus, daß ein zu großer Gehalt von Schleimbey der Seifenbereitung schädlich sey. Don allen Oelendie er anwandte, war Leinöl am wenigsten zur Seifen«bildung geneigt, sowohl in der Kalte, als in der Warme.Nußöl kam indessen wenigstens dem Mohnöl gleich.Pelletier, Lclievre und d'Arcet hatten indessen das Nußölin dieser Hinsicht dem Leinöl gleich gestellt. Colin ver.mulhet, daß das Nußöl, welches sie anwandten, unreinwar.

Die Bereitung der Seife ohne Feuer ist nicht vor«theilhaft, da man nicht mit so schwachen Laugen arbeiten

kann,

Sie maß ,/t- Pinte und wurde bis auf i/ir Pinte eingedmisiet.