Ueber die
Benutzung des Holz- und Steinkohlen-Theers zum Anstreichen, zu Firnissenund zur Wagenschmiere.
§bie sehr Geländer von Holz, Dachschindeln und über-haupt alle aus Hol; gefertigten der freyen Luft ausge-setzten Gegenstände, durch Ueberzichen mit einem gutenAnstrich an Hallbarbarkeit und Dauer gewinnen, ist intechnischen Schriften bereits hinlänglich auseinander ge-setzt, und stets sollten daher dergleichen Gegenständemit einem Anstrich versehen werden.
Jetzt ist dieß sehr wenig kostspielig, da in den mei-sien Gegenden Steinkohlen-Theer äußerst billig geliefertwerden kann.
Jedes zu Anstrichen brauchbare Del gewinnt aus»serordentlich, wenn man es vorher durch Kochen, verän-dert. Es wird dadurch haltbarer und dichter, da theilsdie flüchtigen Theile ausgetrieben, theils die leichtveränderbaren zerstört und einige Theile gleichsam ver-kohlt werden, was die Haltbarkeit außerordentlich ver-mehrt. Bey dem Kochen nimmt es daher sehr an Ge-wicht ab. ioO Theile frisches Leinöl geben 92 gekochtes,oder 84 Theile gebranntes; 100 Theile Holz-Theer 82Theile gekochten Theer; 100 Theile Steinkohlen. Theer;
§S Theile