2. Gatt. Die Weinpaime. Boraflus. 67
Diese wilde Lontar, oder ein dergleichen Baum, Wein»wächst auch, nach Rmilphens Bericht, auf den Philip- Palme,pinischen Inseln, wird daselbst Yhur genennee, undbekommt einen so dicken Stamin, daß ihn ein Mann nichtumfassen kann. Von dem Mark seines Stammes ina-chen die Einwohner daselbst in theuern Zeiten Brod, undzapfen auch Wein aus seinem Stamm, wovon sie einenZucker bereiten. IzUMph meynct, die sogenannten 5fi)bUInhllW/ welche die Schiffahrenden daselbst angetroffenhaben, seyen keine andere, als solche wilde Lontarbaumegewesen. So viel ist gewiß, daß sowol d>e Del- alsKokos - und Dattclpalinen, suntlich an ihrem Gipfel zu«weilen einen solche,» eßbaren Kohl hervor bringen.
£)cr Latanier, oöer Bache, ober Palmier en^ventail der Franzosen, welcher auf den westindischenInseln wächst, soll endlich auch noch zu gegenwärtigerGattung von Palmbäumen gehören. Allein die Abbil-dung und Beschreibung, welche man von diesem Baumehat, stellen ihn als sehr verschieden vor. Seine Blat-ter sind von unten zwar wie ein Fächer gehalten undbreiten sich im Umkreise rund aus; sie sind aber nicht inStralcn vertheilt, sondern es laufen Ribben durch die-selben, welche ein wenig über den Umfcmg oder Randhinausragen und daselbst scharfe Spitzen machen. Siesitzen am Ende von dicken Stielen, aus deren Haut dieIndianer, nachdein sie sie zerspalten und getrocknet, aller-hand Körbe siechten. Die Blatter dienen ihnen auch,ihre Hütten damit zu decken. Von dem Holze machensie Bogen, Pfeile und Wurfspiffe. Leguat fand die-sen Bann, auf der Insel Isvswistuez, wo inan einenschmackhaften Kohl und guten Palinwein davon bckail».
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Dritte