irr Erste Classe. Zwvte Abtheilung.
Dattel- Bäume, schreibt er, haben eine Höhe von ungefehr zwan-baum, zig bis dreysig Fuß, und erreichen in ihrem höchsten Al-ter selten eine Höhe von ungefehr sechzig Fuß. Dochsind die höchsten in diestm Lande selten über vierzig Fußhoch. Die Dicke ihres Stammes ist, nach seiner Bemer-kung, wenn mau die Stümpfe der abgeschnittenen Blat-sticlc init rechnet, bey allen ungefehr drey Fuß- Errechnet, daß ein Baum in seinem fünfzigsten Jahre voll- jkommen sey, zu welcher Zeit die Krone seiner Blatter am jdichtesten und prächtig ausgebreitet ist; in cincin Alter tVon hundert Jahren stehen die Blatter an seiner Kronedünner, doch hat er nichtsdestoweniger noch seine völligeKraft. Wenn endlich ein Dattclbaum zwcyhundert Iah- !rc und drüber alt ist, so hat er sein höchstes Alter erreicht; jdenn in dem dritten Jahrhunderte fängt er an zu vcrdcr- ibrn und stirbt endlich ab.
£j e Die männlichen Blümlein der Dattelbaume haben
Blüthen »ach der Linncischen Beschreibung drey sehr kurze Staub-fäden, mit glcichbrciten, viereckigen Staubbeuteln, wel-che so lang sind als die Blumcnkroiic; die weiblichenBlümlein aber eiithaltcn einen rundlichen Keim, mit ei-nem kurzcii, pfricmeuförmigcn Griffel, und einer spitzi-gen Narbe, worauf eine cyfdrmigc Beere folget, welcheeinen einzigen länglicheyriinden, beinernen und auf dereinen Seite mit einer länglichen Furche gczeichiictcnKeriienthalt. Herr OlDslnfon aber, welcher diese Bäume so-wol an der Küste von Senegal, als bey Capo VCl'debeobachtet hak, sagt, daß die weiblichen Blümlein dreyStcmpfel oder Fruchtkeime haben, wovon aber zween un-fruchtbar sind. Und Hasselquist, welcher in Egyptcndieselbe zu beobachten Gelegenheit hatte, macht von denmännlichen Blüthen folgende Beschreibung: „die Blu-„mc hat keine Staubfäden, sondern nur längliche, cckig-„ gestreifte, und etwas gekrümmte Staubbeutel, welche,, halb so lang sind, als die Blumcnkroue; die Anzahl,, solcher Staubbeutel ist scchse, wovon durchgehende dreydem cincii, zween an dem andern, und einer an
- „dem