ii.Gatt. DieVrennpalM. Caryota. i§i
stehen die grasten Matter, welche bey anderthalb Schuh Brenn»lang sind. Die Blätter sind mit Rippen durchzogen, wel- Palme,chc in einem stutzige» Winkel zusammen laufen, und sucham Rande mit einem Sanni eingefaßt, wodurch sie aus-gespannt erhalte» werden; sie sind so glatt wie Perga-ment, und haben eine dnnkclgpüne Farbe. Ganz vorneam Zweige stehet noch ein besonderes Vlat, welches ei- .neni ausgebreiteten Fächer gleichet; und der ganze Zweigbekommt dadurch das Ansehen einer großen Feder.
Die Frnktisication kommt mit derjenigen von denPinangbamnen ziemlich ühcrem. Zwischen den Zweigen Fruktlfl».nämlich kommen die Stengel der Frnchkbüschel hcrfür, calion»irclchc sich hernach ausbreiten und auch männliche Blü-then tragen, die oberhalb den Frnchtkeiinen sitzen; wel-che letztere in den weiblichen Blumen enthalten, und da-rinnen , wie in einem Kelch, den sie auch beständig be-halt:», angewachsen sind. Die Früchte haben die Ge-stalt und fast auch die Große von halbansgcwachsenc»
Oliven; vorne» aber sind sie etwas brcetcr, als hinten,und haben, wenn sie vollkommen reif sind, eine blnkro-the Farbe. Unter ihren, äusser» Fleisch liegt ein grauerKern, der cinein Olivenkernc gleich, und mit einer fase-rigen Haut umgeben ist; dieses Fleisch verursachet eineben so schmerzhaftes Bcisscn, als die Früchte von demSagnerbanm.
Auf den inolnccischcn Inseln und weiter gegen Ren-gninea hin kommt von diesem kleinen Sagnastcr eine Hol;.Sorte bor, deren Stamm nicht über einen oder andert-halb Zoll dick ist, aber eine Höhe von mehr als zwanzigoder dreyßig Schuhen erreicht. Der Stamm ist geradeund steif, und bestehet Wider die Natur anderer Palm-baume fast gänzlich aus Holz, welches in der Mitte nurein sehr kleines Mark hat. Dieses Holz lasset sich nichtspalten, und muß daher ganz, wie man es bekommt, zuPfählen, Stützen und Balke» bey den Häusern gebrauchtwerden. Die Wilden in Neuguinea brauchen dieStäm-
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