LI. Gatt. Fieberrindenbaum. LinckOna. 2§s
Jesuiten, welche es den Reichen vors Geld, den Armen Fieber-aber umsonst gaben, insonderheit durch die Bemübun- rinden»gen des Cardinals von Lugo stark in Italien und bäum.Spanien ausgebreitet wurde, so pflegte man es langeZeit auch, das Iesnitenpniver zu nennen. Heut zuTag wird diese Rinde schlechthin Cbinachina , oder Fic-berrinde oder pernvianische Rinde genannt ES gescha-he ader, daß diese Ficberrinde, welche zuerst als eine, kostbare Arzney und als ein Geheimniß hoch geballm> wnrdc, nachdem sie gemeiner lnid bekannter worden. war, ansieng, insonderheit bey den Aerzten, wieder inVerachtung zu kommen; denn da sie theils verfälscht^theils nicht in gcuugsaincr Menge oder mit gehörigerBehutsamkeit den Kranken gereicht wurde, so konnte sieauch nicht inimer die Dienste, die man von ihr erwar-tete, leisten, so, daß sie von einigen vornehmen Aerztennicht nur verachtet, sondern sogar gehastet und ver-worfen wurde. Auf solche Weise hakte sich der Ge-brauch dieser Arzney vielleicht »ach und nach wiedervcrlohren, wenn sie nicht gleichsam durch einen Zufallaufs neue empor gekommen wäre. Es machte sichnämlich ein gewisser Engländer und empirischer Arjt,
Namens Robert Labor oder Talbor durch seine Kunstdie Wechsclfieber zu heilen, so bekannt, daß ihn auchder Dauphin gebrauchte, welcher nach vielen angcwand,tcn Mitteln von dem viertägigen Fieber nicht konntebcfccyet werden; dieser Labor aber hatte das Glück,diesen Prinzen baldigst herzustellen, und der große Lud-wig XI'-.'. hielte es seiner würdig, ein so bewahrtesFiebermittel an sich zu kaufen, um es der ganzen Weltbekannt zu machen, da man dann fand, daß es bloßdiese Rinde gewesen, welche er in sehr großer Mengedargereichet. Von der Zeit an bcmühekcn sich dieAerzte dieses Mittel öfters zu Heilung der Krankhei-ten anzuwenden, und sich durch wahre und fleißigeBeobachtungen von ihren Kräften zu vecsichecn; inson-derheit hat man es den unsterblichen Männern,. Sx<
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