so. Gatt. Der Coffebaum. dossen. 271
sein. Ungefehr im Jahr 17 k . fieug man an im Ameri-ka, im Jahr lyiyin Ostindien, im Jahr 172; in Zava,»md im Jahr 1726 auf der Insel Boucbon, Plantagenvon Caffeebaumeu anzulegen. Man hat aber auch inseinem Paterlande, wo er wild wachst, besondere Coffe«plantagen errichtet, um seine Früchte desto häufiger zuziehen, und die Einwohner in Aemen verkaufen daheralle Jahre für viele Millionen Coffe; Dieter Baum wirddaselbst zwanzig bis dreyßig und mehrere Schuh hoch,und tragt das ganze Jahr hindurch Früchte, so daß manimmer Blüthen, reife und unreife Früchte zugleich an»trift; in Europa aber wird er selten über zehen oderzwölf Schuh hoch, und in Amerika lassen sie Die Baumemit Fleiß nicht hoch werden, um die Früchte desto bequemereinsammeln zu können Man pflegt des Jahrs dreymal,nämlich im Frühling, Sommer und Herbst, den reifenCoffe einzusammeln, die reichlichste Erndte aber geschie-het im May; man breitet alsdann Tücher unter dieBäume, und schüttelt dieselben, daß die reifen Früchteherabfallen, diese werde» in der Sonne getrocknet, undwenn dieses geschehen ist, so rollet man hölzerne odersteinerne Walzen darüber her, wodurch die äussereEchaale abgehet, und die beyden Kerne sich von einem«der absondern, hierauf schwinget man sie in der Luft,wobey die Schaalen wie Spreu davon fliegen, hernachwerden sie noch einmal an der Luft getrocknet, damit keineFeuchtigkeit dabey bleibe, weil sie sonst leicht verderben.
Man hat in Europa hauptsächlich drcyerley Sor-ten von Coffe, nämlich den, welcher aus Arabien kommt,und der kevanrische Coffe heißt; ferner den aus Ostin-dien, welcher den Namen des javanischen Coffe füh-ret ; und endlich den auS Amerika oder Westindien, wel-cher unter dem Namen des surinamischen Coffe be-kannt ist; ausser diesen sind auch noch der Sourbo-nische und der von der Insel Martinique berütmü.In Ansehung der Güte, hat der Levantische vor allen denDorzug, und den westindischen Sorten wird der Javani-sche
Coffe«
bäum.