38 - Zwote Classe. Vierter Abschnitt.
Bofta. Nervamora oder der Goldruthenbaum. Lo-ses Vervsmors.
g. { LINN. Syst. veg. p.219. Sp pl. 326. Hort. cliff. 84.
* ROY. lugdb. 223. Tilia forte arbor racemosa,
fblio longiore subtus albicante nervis purpureisinlignito, flore pcntapetalo purpureo. SLOAN.jam. i3^.hi(t. 2. p. 19. t.158. f. 3. R.AI. dendr.88- Frutex peregrinus horto bosiano Ycrvamo-ra diäus. WALT. hört. 24. t. to. Arbufculabaccifera canarienlis, Syringae coeruleae foliis,purpurantibus venis, fruttu monopyreno, Ycr-vamora HiCpanorum. PLVK. alm. 42.
Goit,, Dieser Baum wachset ursprünglich auf den
ruthen« Canarieninseln; von da aus ist er auch auf einige anie«bäum- rikanische Inseln gekommen, die den Engländern zugehö-ren, dabcr ihn Sloane in den Wäldern von Jamaicaangetroffen hat. Die Spanier nennen ihn wegen seinenFrüchten Ycrva mora, welches bey ihnen so viel als eineJudenkirsche bedeutet; die Engländer aber nenne» ihnSchrubby Golden-rod, das ist, die Goldruthenstandcoder Goldruthenbaum. Sein Stamm wird öfters so dick,als ein mittelmäßiger Mannsschenkel, und treibet vieledünne Zweige oder Ruthen, welche eine glatte hellbraunrötkliche Rinde haben, und sich in kleinere Ncbenzweigezertheilen; diese sind mit rundlichen zween Zoll langenund unten bey anderthalb Zoll breiten Blätter» besetzt,welche auf kurzen Stielen immer ungefehr in einer Ent-fernung von ein drittel Zoll von einander flehen, aufihrer Oberfläche grün, auf der untern aber schön weißund mit purpurrothen Ribben und Adern durchzogensind. Die Blumen, welche immer nach einander zumVorschein kommen , stehen auf besondern einfachen Stie-len, welche ungefehr einen Zoll lang sind, und wie beyden Linden auf eigenen kleinen Blättern entspringen.Jegliche Blume hat einen aus fünf dicken purpurrothenBlättleiu bestehenden Blumenkelch, welcher unmittelbar