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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
538
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5Z8 Zwote Classe. Achter Abschnitt.

korbeer. wider die Wechsclfieber. Dieses Holz ist weich, leichtund von einer braunröthlicheu oder gclblichteii Farbe,und taugt weder zum Brennen, noch zu Gebäuden,weil es im ersten Falle schlecht, und mit einem best«»,digcn Geprassel brennet, und zur andern Absicht nichtdauerhaft genug ist, es hat aber eine» scbr starken undangenehmen, fenchclartigen Geruch, und einen süßlichtti;gcwürzhaften Geschmack, und ist daher mit vorlreftichenArzncykrafrcn begäbet Die Rinde aber, besonders vonder Wurzel, welche von aussen aschgrau oder braun ist,und übrigens auS der Farbe des Eiscnrosts in ein dun-keles Roll, spielet, ist noch viel feiner und kräftiger, undübertritt das Holz an Wirksamkeit sehr weit. IhreWirksamkeit bestehet zum Theil in den gummichtc» undharzichten Bestandtheile», hauptsächlich aber in einen;flüchtigen und wesentlichen aromatischen Ocle, welcheswider die Gewohnheit anderer destiliirten Dele im Was-ser zu Boden sinkt, anfänglich weiß und durchsichtig ist.mit der Zeit aber nach und nach röthlich wird. Mangebraucht daher dieses Holz, oder vielmehr die Rindedesselben, in der Arzneykunst häufig in Tränken, oderauch auf andere Weise, als ein erwärmendes, auflösen-des , reinigendes , urin - und schweißtreibendes Mittel,in venerischen, scorbulischen, cachitlschcn Krankheiten,wo man das Geblüt »nd andere Gäste reinigen will, inaussern Geschwüren, in der Bleichsucht, im weisscu Fluß,deßglcichen auch wider Blähungen, Catarrhe, und an-dere Beschwerden, welche hitzige und auflösende Mittelerlauben oder erfordern. Ein Gewisser vcisichcrle demHerrn Ualm, daß durch daS Decockt der EassafraS-wurzeln schon viele von der Wassersucht bcfrcyet wor-den. Mit den frischen Gpäncn des Gassafrasboizes sollman übcrdieß die Motten aus den Kleider» und Pelzen, »und die Wanzen vertreiben könne»; auch soll die Ruckeder Wurzeln mit Urin gekocht, der Wolle eine beständi-ge vrameugclbe Farbe mittheilen, welche sich von derEomie »lchi ausziehen läßt.