Gatt. Heuschrecken - oderHülscnbaum. 5-61
Die Stiele dieser Blatter stehen weckselswcifc an denZwcigcn , und ein jeglicher Stiel tragt zwey Blatter, schrc«welche schief gegen ihrem Stiel stehe» und ungleiche cken«Seilen hasten, indem die äussere Seite stretkec und ^runder, die innere aber gerade und schmaler ist, sodaß sie gleichsam ein Paar Schaasschceren vorstellen.
Die Blumen entstehen in leckern Büscheln an den En-den der Aeste, und sitzen aus kurzen holzigen Stielen,deren jeglicher zwo bis drey Blumen trägt; sie hasteneinen in fünf ungleiche Astschnitte getheilten Blumen'kelch; die Blumcnkrvne ist rinigerniassen papilionsvr-mig , und bestehet aus fünf ausgebreiteten gelben mrdPucpurrokh gestreiften Blärtlein; und die zehen Staub-fäden habe» eine purvurrotste Farbe. Auf diese Bin*mcn folgen große rölhiichbraune Hülsen, welche beysechs Zoll lang, dritlhestb bis drey Zoll streit , undeinen Zoll dick sind ; sie sind von einer holzichien Sub-stanz , und enthalten ein rorhlicheö oder hellbraunes,mehlichtcs, säuerlich süffes Mark, welches die Ameri-kaner wegen seiner Annehmlichkeit sehr häufig und gerneessen, worinnen drey stiS vier große rundiichic zulam-mettgedrückte Saamei, liegen Dieser Baum wird ineinigen Gegenden von Ame ika nicht allem um seinerFrüchte, sondern auch um des großen und angeneh»nien Schattens willen , den er machet, gep stanzet. DieAmerikaner halte» seine Blätter vor ein jcl,r guieSwurmtreibendes Mittel. Sein Jpciä hat innwenidigeine hellbraune Farbe, ist sehr dauerhaft, dicht, startund schwer, und sinkt im Waster zu Boden, eS lassetsich sthr schön polircn, wird aber wegen seiner Dauer-haftigkeit meistens zu Balken, Achsen und Walzen ge-braucht. Die Wurzel ist so dick, daß nia» sie inhorizontale Scheiben säget, und selbige zu Tischblätternbrauchet. Man kann diesen Baum in Europa i» Glas-häusern aus dem Saamen ziehen, den man frisch ausfeinem Daterlande bekommen muß; wiewohl die jungenPflanzen, welche in den ersten Monaten uiigcmeinLiime pflanzenspft. l. Ty. R n schnell.