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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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575
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87 « Gatt. Guilandme. Guilandina. 575

an den ältern aber aschfarbig. Die Blatter sind mci- Guilan-stenS zweyfach, zuweilen auch dreyfach gefiedert; ihre un« d,ne.tcrste Abtheilung bestehet gcnieiniglich nur aus dreyLappen oder Bläitlein, von den übrigen Abtheilungenaber bat jede fünf bis sechs Paar Lappen, und nochein einzelnes oder ungleiches Blättlcin am Ende; siehaben eine hellgrüne Farbe , und sind auf der unternSeite etwas grau , sie sind meistens, umgekehrt eyrund,von etwas ungleicher Größe, glatt , weich und nichtdick. Die Blumen haben einen angenehmen Geruch,und wachsen in zusammengesetzten lockern Büscheln anden Enden und Seiten der Zweige; ihr Blumenkelchist unten glockenförmig, und oben in fünf ausgebreiteteAbschnitte zertheilet ; die fünf Blumcnblättlcin sind weiß,und dein Blumenkelch, da , wo sich die Mündung zuzertheiicn anfängt, einverleibet; die zchen Staubfädensind kürzer als die Blumenblättlcln, und ebenfalls demKelche einverleibt. Auf diese Blumen folgen einen bisanderthalb Schuh lange kegelförmige , gestreifte undeckige Hülsen, welche sich an verschiedenen Seitenöfncn , und in einer weichen Substanz eine unbestimmteAnzahl dreyeckiger Saamcn enthalten , welche mit einerdünnen Haut bekleidet und ungefehr so groß, alsLupinenkecne oder kleine Hasclnüße sind. Die Rindedieses Baums, insonderheit an den Wurzeln, hat ei-nen scharfen und beißenden Geruch und Geschmack,vollkommen wie Brunnkresse oder Meerrctlig , undwird auch auf gleiche Weise , wie dieser bey uns,von den Indianern geschahen und gegessen ; auch wirddas Dckokl von der Wurzel äusserlich in Umschlägenwider Gliederschmerzen, und innerlich als ein Mit»tcl zur Auflösung schlcjmichtec Verstopfungen undBeförderung der monatlichen Reinigung gcrühmet;auch wird ihr von den Portugiesen eine dem Giftwiderstehende Eigenschaft zugeschrieben. Die Blu-men sind auch ein wenig scharf, aber viel schwächerals die Wurzel; die Früchte sind noch milder, und wer«

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