f 80 Zwote Classe. Neunter Abschnitt.
Pocken« l^ach gefiederten Blattern besetzt ; ein jedcS solches zü-
holz. sammengcsetztes Blatt bestehet aus zwey Paar geradegegeneinander überstehenden gefiederten Blattern, derenjegliches aus zwey Paar ungcsticltcii, cyrundcn , »ndstumpfen Lappen oder Blattlcin bestehet , welche obnge«fcbr anderthalb Zoll lang und einen Zoll breit , glattund dick wie Pergament, von einer glanzcndgrünenFarbe, mit fünf auf der untern Seite hervorragendenRibben versehen , und von einem bittcrlichtcn Geschmacksind. Die Blumen wachsen ,büschelweise ausStielen an den Enden der Zweige ; sie best""" auSfünf cyrunden hohlen Blume,iblättlcin von - ,ncr feinenblauen 'oder weißlichten Farbe, und hab»' >" ber Mitteeinen keul > oder herzförmige» Fruchteten mit >inc«vkurzen Griffel und einer zarten warbe, um welchenzehcn bis zwanzig Staubfäd»', herumstehen , weicheeben so wohl als die B'-"'cnblättlein dem Kelche ein-verleibt sind- Dce reifen Früchte , welche auf dieseBlumen svigen , sind etwas größer als der Nagelvon einem Finger, haben eine herzförmige Figur undsind ein wenig an den Ecken zusanmtcngcdrückt , sieschließen unter ihrer fleischichten Substanz einen oderetliche Steinlcin oder harte Saamcn in sich; ihre F.rc,be ist hochroth , und diese Farbe haben auch die Stiele,worauf sie stehen, Und die Blattstiele. Das Holz die-ses Baums sinket wegen seiner Schwere im Wasserzu Boden, und ist so h»rl, daß öfters die Beile bre-chen , wenn man. es fallet ; und man kann es dieserHärte wegen in Amerika vortreflich zu Rädern undZähnen bey den Zuckcrmühlen gebrauchen. Als einArzueymittel wurde eS zu Anfang des scchszchenden Jahr-hunderts in Europa bekannt , und den Spaniern zu-rrst , als ein Mittel wider die Denusscuckc, von denAmerikanern entdeckt, wovon es auch leinen Namenbekommen hat ; wiewohl es heut zu Tag wegen seinervortrcflichen auflösenden , blutrcinigcndcn , schweiß«
und harntreibenden Kräfte nicht allein wider die Lust«
seucho,