97 - Gatt. Melia oder Zederach. Melia. 611
bat , unb fressen Rinde von einer duickelpurpurrothen q f t, c ,Farbe und einem sehr bitter« Geschmack ist. Seine räch.Zweige breiten sich aus allen Seiten sehr weit aus,und sind mit Wechselsweise siebenden einfach gefieder-ten Blattern besetzt, welche aas fünf, sechs, bis sie-ben Paar längiichter und scharf zugespitzter Lappenoder Blatilkin bestehen , und sich mit einem cinjcie»endigen; diese Lappen sind größer als bey den Blat-tern des vorhergehenden , und am Rande sägensörmiggezahnt, haben eine hellgrüne Farbe, und einen star-ke» unangenehmen Geruch, die eine Seite derselben istviel lchnialer als die andere , und sichelförmig ge-krümmt. Die Blumen wachsen in großen, ausrechten,zusammengesetzten Büscheln, in den Winkeln der Blät-ter, und an den Enden der Zweige; sie sind kleiner,als bey den vorhergehenden und haben eine weisse Far-be. Auf sie folgt eine eyrunde Fruckt, ungefehr vonder Größe kleiner Oliven, welche anfänglich grün ist,nachgehends gelb wird , und endlich, wenn sie reifgeworden, eine purpurrothe Farbe bekommt; sie haktimer einem dünnen -Pinttlcin ein öllchtes, scharfesund bitteres Fleisch, welches eine» eyrunden Stein um.gibt. dessen Gestalt unb Struktur wie bey den Früch-te» des vorhergehenden beschaffen ist. Dieser Baumwächst in Malabar und Zeylon aus sandichke» Booen,hat daselbst beständig grüne Blatter, und bringt deSJabrs zweymal Blüthen und Früchte; aus den letztemwird ein Oel gepreßt, welches man zu den Farben ge-braucht, womit leinene und baumwollene Zeuche gefärbetwerden ; und feine Bläiter mit Wein , Wasser oderFleischbrüh eingenommen , sind bey den Maladaren ei«sehr gebräuchliches und bewahrtes Mittel die Bauch-würmer, womit sie häufig geplaget sind, zu vertreiben.