toz. Gatt. Copaivabaum. Copaifera. 639
Buchenholz beykommc, und woraus breite Bretter j» Copa«allerhand Gebrauch verfertiget werden. Seine Blatter iva-haben auf der untern Seite stark hervorragende Rib- bäum.bcn, stehen auf dicken einen Zoll langen Stielen, undsind rundlicht oder eyrund , und vier bis fünf Zdlllang und in der Mitte zween oder dcitthalb Zoll breit.
Seine Bltuuen sind von mittelmäßiger Größe, und be-stehen aus fünf länglichrunden Blattlcin. Die darauffolgende Frucht ist eine braune, länglichrunde, einenZoll lange Schote, welche sich , wen» man sie nurmit dein Finger drücket , leichtlich öfnct, uiid einenKern enthalt von der Große und Figur einer Hasel-nuß , welchen ein schwarzes Hautlein bedecket, daSzur Helfte niit einem wenigen - gelben, weichen undzähen Marke , daS wie zerflossene Erbsen riecht, um-geben ist; der Kern selber ist wcißlicht und eßbar,und bestehet aus einer weichen und zähen Substanz,welche unter dcii Zähnen leichtlich nachgibt, fast wieein erweichtes Horn, und keinen sonderlichen Geschmackhat. Diese Schollen fallen, wann sie reif sind- her-unter j und werden von den Affen gefressen. DieserBann, wird in den dicken Wäldern in der Mitte deSLandes von Brasilien, und auch den benachbartenInseln angetroffen , insonderheit wächset er auf derInsel Miranhon sehr häufig. Er gibt ein Deloder einem Balsam, welcher ganz hell ist, undder Consistcnz und dem Geruch nach mit dem Ter-pentinöl übereinkommt , und aus einen Einschnitt,welcher zur Zeit des Vollmonds in seinen Staium bisauf den Kern gemacht wird, in solcher Menge her«ausfließt, daß man in einer Zeit von drey Stündestbey zwölf Pfund davon bekommt; wenn aber etwaaus d.n Einschnitt nichts herausfliessen sollte, so mußman nur die Oefnung sogleich mit Wachs oder Leimestverstopfen , so wird nach einen Derstuß von zwo Wo-chen dieser Aufschub durch die Menge des alsdannherausfliessenden Balsams reichlich ersetzet« Dieser
Balsam