Copa»
iva-
baum.
642 Zwote Classe. Neunter Abschnitt.
„ letztgemeldten noch ziemlich unbekannten Balsam»„bäume selber zu sehen und zu untersuchen. „
Es verdienet auch noch angeführet zu werden,was Miller in seinem Gartnerlc^cicon von dem Copaiva»bäume berichtet. „ Dieser Baum, sagt er, wachst„bey einem Dorfe, Ayapel genannt , in der Provinz„Antiochia, in dem spanischen Westindien, ungefehr„zchcn Tagreisen von Carthagena Es gibt in den„Wäldern um dieses Dorf viel solcher Baume, welche„funfzehen bis sechzehrn Schuh hoch wachsen. Eint«„ge dieser Baume geben keinen Balsam, aber diejenige,„ so ihn geben-, unterscheiden sich durch eine Furche,„die der Lange nach durch ihren Stamm lauft. Diese„Baume werden in ihrer Mitte geritzet, und dann setzet„man Calabaffcn oder ein anderes Gefäß an den geritz»„ten Ort-, um den Balsani darinn aufzufangen , welcher„in kurzer Zeit aller ausfließt. Ein Baum gibt fünf bis„sechs englische Gallons voll Balsam,- allein, obgleich„diese Baume, nachdem sie angezapft worden , wohl„wachsen , so bringen sie doch niemals mehr einen Bal»„ sam. Herr Roberk Millar, der Wundarzt, hat„den Saamen dieses Baums aus dem Lande, wo er„ wachset, mitgebracht, und einen Theil davon in Ja»„ maika gesaet, der, wie er mich berichtet, daselbst wohl„ angeschlagen, so daß wir hoffen können , wir werden„diesen Baum in einigen der englischen Colonien häufig„ fortgepflanzet sehen , wennihnanderst die Nachlaßigkeit„der Einwohner nicht zu Schanden gehen laßt, gleichwie„ es mit dem Zimmetbaum und andern nüzlichen Pflan»„ ten gegangen , welche von Liebhabern dahin gebracht„worden. „
Hun-