646 Zwote Classe. Neunter Abschnitt.
Mal» den Einwohnern gezogen , sondern auch von den Vögeln,
xighie. welche seine Früchte fressen und den Saamen allen!,albenausstreuen, in großem Uebccfluße fortgepflanzet wird.Bisweilen wachster nur strauchartig, insgemein aber wirder ein gerader funfzehen bis achtzehen Schul, hoher Baum,welcher einen dünnen Stamm hat , der sowohl als dieZweige mit einer hellbraunen Rinde bedeck! ist. SeineZweige sind mit ganzen, glatten , eyrunden und am Endezugespitzten Blattern besetzt, welche ohne Stiele geradegcgencinanderüber stehen, und das ganze Jahr hindurchgrün bleiben. Seine Blumen wachsen auf kurzen Stielenund bilden kleine Dolden, die in den Winkelnder Blattersitzen; sie haben eine glänzende rosenrolhe Farbe , undbestehen aus fünf rundlichen, mit ziemlich langen Nagelnversehenen, weit über ihre» Kelch hcrfür agendcn und ro-sensörmig ausgebreiteten Blumcnblartlein Die Früchte,so auf dieselbe folgen, sind roth, und von der Größe kleinerKirschen; sie enthalten drey oder vier kleine rauhe Stein«lein oder harte Saamcn , welche mit einem süsscn und an»genehm säuerlichen, aber wenigen Fleisch umgeben sind.Man genießt in Amerika diese Früchte gemeiniglich mitZucker gekocht bey Tische, doch kann man sie auch ohneSchaden roh essen, wie Herr Jacquin selbst erfahrenhat, da er auf einer Reise nebst ander» aus Mangel desWasscrS um den Durst zu löschen eine Menge derselben ge-noß. Man ziehet diesen Baum auch in England in Ge-wächshäusern, wo er gemeiniglich im Merz und Apci. blü-het, worauf aber selten Früchte folgen; im Julius aberblühet er zum zweytcnmal und bringt alsdann Früchte, diebey warmen Wetter manchmal reif werden.
Zwote
Art.
Unter.
schei-
dungs-
zeichen.
2) Granatenblättcrichte Malpighie. Mal-pighia punicifolia.
Mit eyrunden, ungekcrbten, glatten Blattern, und ein-fachen Blumenstielen, Maipighia foliis ovatis,integerrimis, glabris ; pedunculis unifloris.
LINN.