i09, Gatt. Wurzelbaum. Rhizophora. 685
veg. p. 367. Sp pl. 637. Mangium frutico- 2 BurSel»sum cornieulatum. RUMPH, amb. 3. p. 117. bäum.t. 77. BUPvM. Fl. ind. 108.
Dieser Baum wachst, wie Rumph sagt»strauchartig, und wird von ibm, wegen der Figur sei-ner" Früchte, Mangium cornioulatum genennct. DasGewächse ist ungefehr zween Mann hoch, und schießtmit vcrschicd.ncn Stämmen auf, die nur so dick find,alS ein Fuß eines Menschen, und sich in sehr viele dünneReiser zertheilen; an diese» stehen cyrunde Blatter, welchedrey bis fünf oder icchsZoll lang, und zween Qucrsingcrbreit,glatt, ziemlich dick und von einem salzichten Geschmacksind. Aus den Absätzen neben den Blättern entstehenKnöpfe, an welchen die Blumen büschelweise, jeglicheober auf einem besondern dünnen, und ungefehr einenZoll langen Stielcbe», wachsen; diele Blumen sindweiß, und bestehen auS füufBlättlein, fünf Staubfäden,und einem Giiffel in der Mitte, der langer ist als die-selben, und haben einen sehr angenehmen Geruch. Hierauffolgen kleine krumme Früchte, welche so dick als ein Fe-derkiel , und nur zween Qncisingcr lang sind und gegendem Ende spitzig zulaufen, wie Elephantenzahne; siehaben, wann sie reif sind, eine röthlichbraune Farbe,und enthalten ein grünes Mark, welches gleichsam auSlauter zusammengewickelten Wurzclblättlein bestehet;auch treibet dieses Mark, sobald es, nachdem dle Früch-te abgefallen und aufgesprungen sind, den Sand errei-chet, Wurzeln, und schlägt zu einem jungen Bäunilcinaus. Es wachset dieses Gesträuche auf stachen stci,uigcn Ufern, welche aus Sand und rothen oder brau-nen Kieselsteinen bestehe» , wo das Meer beständig ab«und zufließt; niemalen aber auf trockenem Lande, esseye dann, daß solches vorher von dem Meer scye be-deckt gewesen. Man findet es daher auf den molueci-scheu und andern Inseln in Ostindien, meistens zwischenund bey den Brappat oder kästragenden Mangibau-nien, welche ebenfalls eine solche Lage lieben. Seine
Blumen