ii 8- Gatt. Pflaumen. Prunus. 73 y
andern Bäumen stehe». Die Blumen sind klein und Pfl<,u>weiß, und komme», wie bey dem vorhergehenden, in lau« men.gen einfachen traubcnförniigcn Büscheln jum Vor«schein, und haben einen angenehme» Geruch, Diedarauf folgende Früchte oder Beere sind gcnieiniglichwohl drey oder viermal so groß, als die von dem vor«hergehenden, und anfangs grün, werde» nachher aberroth, und zuletzt, wann sie völlig reif sind, glänzendschwarz, und enthalten «inen runden Stein; sie werdengerne von den Vögeln, insonderheit von den Amseln,Drosseln und Krammetvögel» abgefressen; man kannaber auch ein guteS Kirschenwassec, und einen gutenKirschengeist aus denselben bereite». Dieser Baum istsehr hart gegen die Kalte, und erfrieret im Winternicht leicht; er tauget nicht allein zu ilustwäldecii undandern Pflanzungen, sondern man kann auch auf seineStamme mit Vortheil Kirschbaume pfropfen. SeinHolz ist bey jungen Bäumen weiß, bey altern abergelblicht, und hat sehr schöne, schwarze und weisseAdern; es ist auch ziemlich fest, und läßt sich sehrfei» polircn; daher eS auch zu den schönsten Tisch«lecarbeiten angewendet wird, und Balm saget, daßdie daraus verfertigten Sache» durch das Alter «inimmer schöneres Ansehen bekommen. llHiller in seinemGärtnerlcpicon bezeuget, daß das Holz von der vor«hergehenden Art gleiche Eigenschaften habe, und sagt,daß es in Frankreich stark verarbeitet, und daselbstBois de Sainte Lueie, daS heilige Lucienhvlz, ge«
' nennet werde.
3) Canadischer Vogelkirschenbarim. Prunus
canaclenlis. Dritte
Arx.
Mit traubenföcmigen Blumenbüscheln; und jährlich
abfallenden Blättern, welche breit lanzenförmig, Unter»rnnzlicht, und auf beyden Seiten ein wenig haa. schei-richt sind, und keine Drüsen haben, Prunus fl 0 . dungs«
ribuz i-ichen.