!I8> Gatt. Pflaumen. Prunus. 7Z7
Herbste säe» muß, sich fortpflanzen lässet, und die Kälte Pflamim Winter in freyer Luft »och viel stärker, als der gc< me».meine Kirschlorbeer, ertragen kann. Er ist bisweilenniedrig und strauchartig, wenn er aber in einem anstän-digen Boden stehet, bckonunl er eine beträchtliche Größe;indem Herr Miller in England Bäume von dieser Artgezogen hat, deren Stämme in nicht gar vielen Jahreneinen Schuh dick, und zwölf bis sechzehcn Schuh hochworden waren. Er bekommt ziemlich viele Aestr, dieso lang sie »och jung sind, eine röchliche Rinde haben, unddaher, nebst den glänzenden immergrünen Blättern,ein sehrschönes Slnschen machen. Die Blätter sind beynahe ey-rund, am Rande sägcnartig gezähnt, und etwas kürzerals die gemeinen Lorbeerblätter, mit denen sie, in Ansehungihrer glänzendgrünen Farbe und steifen Consistcnz, völligübereinkommen. Die Blumen sind weiß, und wachse,,in langen, einfachen, kraubensörmigcn Büscheln a» denSeiten der Zweige; auf sie folgen eycunde Beere, wel»che kleiner, als die gemeinen Lorbeece, und anfänglichgrün sind, nachher aber roth, und endlich mir der völli-gen Zeitigung schwarz werden. Diese Beere haben ei«ncn runden Stein, wie die Kirschen, und werden gernevon den Dögeln gefressen. Dieser Baum kommt zwar ineinem sedcn Boden fort, doch wächset er am besten undschönsten in einem wilden lcttigcn Boden, der weder zunaß, noch zu trocken ist; und muß übrigens in allenStücken, wie der gemeine Kirschlorbeer behandelt wer»den.
5) Der gemeine Lorbeerkirschenbaum, oder Kir-schenlorbeer. Prunus Lauro-Cerasus. Art.
Mit traubensörmigen Blumenbüscheln; und pcrenniren-
den Blatter», welche auf ihrem Rücken zwo Drü- schej,sen haben, Prunus floribus racemoiis; foliis dungS»sempervirentibus dorfo biglandulolis. LINN, reichen.Syst. veg. p. ?g6. Spec. pl. 678. Mat. med. 2.
&innt Pßam^nfyft, I TH. Aaa n. 251.